Anrainer fordern Bäume statt Parkraum. Bewohner der Anton Wagner-Gasse in Gumpoldskirchen wünschen sich im Zuge der Sanierung mehr Bäume statt neuer Auto-Stellflächen.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 17. Februar 2021 (05:34)
Bürgermeister Ferdinand Köck bemühte sich bei der gestaffelten Anrainerversammlung darum, alle Wünsche der Bewohner zur Umgestaltung der Anton Wagner-Gasse aufzunehmen.
Nebuda

Anrainerin Gerlinde Rabl wehrt sich in einem Leserbrief öffentlich gegen den „radikalen Kahlschlag altehrwürdiger Bäume“ bei der bevorstehenden Umgestaltung der Anton Wagner-Gasse: Muss eine Sanierung von Straßenbelag oder Wasserleitungen immer nach dem ewig gestrigen Schema ablaufen: Übergehen von Bürgeranliegen gepaart mit Naturzerstörung?“

Rabl plädiert dafür, „im Rahmen des Projektes die Weichen neu zu stellen: Baum für Baum muss begutachtet werden, um, wo immer möglich, den Bestand zu erhalten. Es muss vermieden werden, Parkplätze zu Lasten von Nachpflanzungen anzulegen.“

Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, kommt diesem Wunsch, der bei der gestaffelten Anrainerversammlung mehrfach geäußert wurde, nun nach: „Ein Gutachter der Firma AG-Baum war vor Ort und wird auf Wunsch der Anrainer eine Expertise darüber erstellen, welche Bäume trotz der notwendigen Grabungsarbeiten unter Umständen stehenbleiben könnten.“ Rund die Hälfte des derzeitigen Baumbestandes sei von den Experten als „stark beschädigt“ und „nicht mehr erhaltenswert“ befunden worden. „Wir richten uns nach den Bürgerwünschen, da mehr Grün gefragt ist, wird es weniger Parkflächen geben“, versichert Köck.

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