Aufatmen im Weingut - keine Verletzten. Mitarbeiter mit brennender Zigarette eingeschlafen. Feuerwehr evakuierte 12 Personen aus brennendem Gebeshuber-Haus.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 23. Februar 2017 (05:24)
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Insgesamt 20 Feuerwehrleute standen in der Jubiläumsstraße im Einsatz, um einen Brand im Weingut Gebeshuber zu löschen.

Ein Mitarbeiter des Weingutes Gebeshuber ist mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen und hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. „Um zwei Uhr in der Früh bin ich von den lauten Rufen meines Mitarbeiters wach geworden, und habe starken Brandgeruch wahrgenommen“, erzählt Eigentümer Johannes Gebeshuber. Zunächst brachte der Winzer seine Lebensgefährtin, deren Tochter und ihre Freundin vor das Haus in Sicherheit. „Dann haben wir die brennende Matratze mit Wasser gelöscht.“

Aufgrund der relativ starken Rauchgasentwicklung musste die Feuerwehr, die mit vier Einsatzfahrzeugen und 20 Mann vor Ort war, Ventilatoren einsetzen. „Plötzlich flammte das Feuer wieder auf, wurde aber von den Einsatzkräften rasch wieder gelöscht“, erzählt Gebeshuber.

Betrieb kann normal weitergehen

Der geschockte aber unverletzte Mitarbeiter wurde zur Sicherheit ins Spital gebracht. Er hat leichte Lungen-Reizungen erlitten, konnte aber glücklicherweise bald wieder entlassen werden. Insgesamt befanden sich 12 Personen im brennenden Haus – alle konnten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden.

Der Schaden am Gebäude ist laut Gebeshuber nicht allzu groß – der Brand ist in einem relativ rustikalen Aufenthaltsraum ausgebrochen, einem nicht renovierten Teil des Weingutes. „Der Betrieb kann normal weitergehen, wir haben am nächsten Tag wieder gearbeitet“, so der Winzer. Lediglich eine alte Holzbalustrade, die vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurde, müsse abgebaut werden.

Bei einer feuerpolizeilichen Nachschau im Beisein von Feuerwehrkommandant Richard Feischl wurde das gesamte Haus abgegangen, um etwaige Gefahrenstellen zu erkennen und die optimale Bestückung mit Feuerlöschern festzulegen.

Gebeshuber ist nach diesen stressigen Momenten in erster Linie froh darüber, dass „der Brand so glimpflich ausgegangen ist und keine Menschen verletzt wurden“. Der beißende Brandgeruch wird sich wohl noch länger im Haus halten.