Erste Feuerprobe: Diese Truppe ist heiß. Erste Feuerprobe des Spezialkommandos zur Bekämpfung von Glutnestern im Föhrenwald bravourös gemeistert.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 16. Juli 2021 (05:55)
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Die Waldbrandgruppe bekämpfte sechs Stunden lang Glutnester im Föhrenwald von St. Egyden am Steinfeld und trug eine spezielle Ausrüstung, bestehend aus leichter Schutzbekleidung, leichten Helmen sowie besonderen Stiefeln: Bernhard Stark von der FF Gaaden sowie Sebastian Dallio, Luis Stifsohn-Scheibelecker, Richard und Dominik Feischl und Sebastian Keller (v.li.) von der FF Gumpoldskirchen.
Feischl, Feischl

Die Waldbrandgruppe der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr hatte ihren ersten Einsatz. Nach einem Föhrenwaldbrand im Bezirk Neunkirchen wurden 50 Mann vom „Zug Süd“ des Sonderdienstes „Wald- und Flurbrandbekämpfung“ des NÖ Landesfeuerwehrverbandes zu Nachlöscharbeiten alarmiert.

Die „Waldbrandgruppe Gumpoldskirchen“ rückte mit fünf Mann aus dem Ort und einem Mann der FF Gaaden zu einem sechsstündigen Einsatz nach St. Egyden am Steinfeld aus. Die zahlreichen Glutnester konnten dank der Wärmebildkameras schnell gefunden und in weiterer Folge mit Löschrucksäcken sowie dem speziell für Waldbrände entwickelten Multifunktionswerkzeug „Gorgui“, einer Art Rechen, erfolgreich bekämpft werden.

Die Sondereinheit wurde vor eineinhalb Jahren vom NÖ Landesfeuerwehrverband ins Leben gerufen um für die spezielle Einsatzart des Waldbrandes gut gerüstet zu sein.

Richard Feischl, Ex-Bezirksfeuerwehrkommandant und mittlerweile Ehrenlandesfeuerwehrrat, kennt die besonderen Anforderungen: „Bei einem Waldbrand muss man sehr aufpassen, dass der Wasserhaushalt des Körpers nicht zu schnell abgebaut wird. So ein Einsatz ist aufgrund der enormen Hitzeentwicklung besonders anstrengend.“

Insgesamt sechs Feuerwehrleute aus dem Ort haben dafür die Ausbildung in Tulln absolviert und neben taktischem Wissen auch gelernt, mit speziellem Gerät zu arbeiten: „In der heißen Phase eines Brandes, beispielsweise wenn der Wind dreht, kann sich das Feuer aufgrund des dürren Materials im Unterholz rasend schnell ausbreiten. Hier müssen wir besonders auf die Windrichtung und die Flammenhöhe achten, damit die Sicherheit der Mannschaft gewährleistet ist.“