Gabriel Chemie holte Innovationspreis. Gabriel Chemie aus Gumpoldskirchen wurde für Entwicklung intelligenter Kunststoffprodukte mit individueller DNA ausgezeichnet.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 28. November 2020 (04:23)
Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Lukas Houska von Gabriel Chemie, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (v.li.) bei der Übergabe des Innovationspreises.
Josef Bollwein

Das international tätige Forschungsunternehmen Gabriel Chemie hat den „Karl Ritter von Ghega“-Innovationspreis gewonnen und setzte sich gegen 36 andere Einreichungen durch. Die Firma zog mit 10.000 Euro den Hauptpreis für die beste Innovation aus Forschungseinrichtungen in Unternehmen an Land - gesponsert von der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien und der EVN.

Ausgezeichnet wurde der „intelligente“ Kunststoff aus der Produktserie TagTec (Taggant Technology). In dem Verfahren erhalten Kunststoffteile eine individuelle DNA, wie die eines Fingerabdruckes. Damit wird jeder einzelne Schritt im Lebenszyklus eines Produkts von der Herstellung bis hin zur Distribution sichtbar.

Hilfreich ist dieses Erkennungsmarkmal zum Beispiel im Bereich der Qualitätssicherung, bei der Trennung von Recyclingmaterial oder beim Schutz vor Fälschungen sowie bei Materialkontrolle und Materialidentifikation. Produktabläufe können so vollständig dokumentiert werden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, freute sich, dass „viele niederösterreichische Betriebe trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern mit innovativen Ideen Spitzenleistungen erzielen“. 

Lukas Houska, Enkelsohn des Firmengründers Josef Houska, will mit Innovationen den Bedürfnissen seiner Kunden und den aktuellen Markterfordernissen gerecht werden: „Mit der Technologie TagTec können wir unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Besonderer Dank gilt meinen Kollegen, die das Projekt durch Ihre harte Arbeit realisieren konnten sowie unserem Partner Sensor Instruments.“