Geld abheben in der Wiener Straße kommt teuer. Betreiber Euronet kassiert 1,95 Euro für jede Behebung. Die Gemeinde hofft auf Verhandlungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Juli 2019 (04:01)
Peischl
Dass pro Behebung nunmehr Gebühren anfallen, ist der händischen Adaptierung zu entnehmen. Das Worte „Keine“ wurde gestrichen, 1,95

Beim Bankomat in der Wiener Straße wurden die Worte –„Keine Gebühren“ – durchgestrichen und um die Aufschrift „1,95 “ ergänzt. Amtsleiter Harald Nirschl bestätigt, dass die Firma Euronet die Gemeinde in einem Schreiben darüber informiert hat, dass aufgrund der geringen Behebungen eine Gebühr eingehoben werden muss.

Entgegen der ursprünglichen Abmachung, dass alles gebührenfrei bleiben solle. Nirschl merkte aber an: „Wir sind in Gesprächen mit dem Betreiber, um die Gebühr wegzubekommen, die Verhandlungen ziehen sich ein wenig. Derzeit warten wir auf eine Rückmeldung der Geschäftsführung von Euronet“, erklärt Nirschl. Vom Betreiber Euronet war bis zu Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu bekommen.

Der einzig positive Effekt könnte sich für Touristen und ausländische Besucher ergeben. „Behebungen mit nicht-österreichischen Bankomatkarten kosten laut Auskunft von Euronet ebenfalls 1,95 Euro, was ein wenig günstiger kommen könnte als direkte Bargeldbehebungen in einer Bank“, so Nirschl. Beim zweiten Bankomat in Gumpoldskirchen, der direkt in der Raika untergebracht ist, sind bei Behebungen mit österreichischen Bankomatkarten zurzeit keine Zusatzgebühren zu bezahlen.