Gemeinde setzt auf „Tempo 40“. Verkehrszeichen werden Ende Juni aufgestellt. Langzeit-Thema ist damit erledigt.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 22. Juni 2019 (13:49)
Peischl
Der Schrannenplatz in Gumpoldskirchen – ein neuralgischer Verkehrsknoten.

Seit vielen Jahren ist der 40er im Ort im Gespräch, nun wird er tatsächlich umgesetzt. Die Bezirkshauptmannschaft Mödling hat die entsprechende Verordnung für alle Landesstraßen innerhalb des Ortsgebietes erlassen.

Um einen Schilderwald zu verhindern, zog Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, nach und erließ eine gleichlautende Verordnung für alle Gemeindestraßen. „Durch die Zusatzverordnung erreichen wir, dass im gesamten Ort Tempo 40 gilt.“

Die Verkehrszeichen werden am 27. Juni angebracht. „Dazu habe ich alle Fraktionen herzlich eingeladen“, berichtet Köck, der die Maßnahme als positiven Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Steigerung der Lebensqualität beschreibt.

Spitzbart unzufrieden mit Umsetzung

Die Opposition ist nicht ganz so zufrieden. SP-Ortsparteivorsitzender Ernst Spitzbart kritisiert die schleppende Umsetzung: „Das Thema wurde vom Bürgermeister immer wieder auf die lange Bank geschoben. Ich bin unzufrieden darüber, dass die Beschlüsse so lange gedauert haben und dass die Tafeln immer noch nicht stehen.“

Darüber hinaus hält Spitzbart bauliche Begleitmaßnahmen für notwendig: „Seit 2011 liegen Pläne für Fahrbahnverschränkungen bei den Ortseinfahrten vor, teilweise sind diese schon vom Gemeinderat genehmigt. Der Bürgermeister verfolgt diese Thematik leider sehr halbherzig und unwillig.“

Der Fraktionssprecher der Grünen, Karl Kühn, kann die Umsetzung kaum erwarten: „Der 40er im gesamten Ortsgebiet war seit vielen Jahren ein Anliegen der Grünen. Ich bin heilfroh, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nun endlich umgesetzt wird.“

FPÖ-Gemeinderätin Hedwig Schnitzer hält die Geschwindigkeitsbegrenzung per Verordnung „grundsätzlich für nicht notwendig. Im Ort kann man ohnehin kaum irgendwo schneller fahren als 40 km/h, weil alles so eng und schmal ist“.