Gumpoldskirchen

Erstellt am 21. Januar 2017, 04:22

von Andrea Rogy

Kalvarienberg: Kaputte Marterln werden restauriert. Nach schweren Schäden am Mauerwerk des Kreuzweges startet die Marktgemeinde nun mit der Sanierung.

Einige Kapellen am Kalvarienberg sind nach 160 Jahren sehr renovierungsbedürftig. Die Gemeinde hat 250.000 Euro budgetiert.  |  Gemeinde

Die Kapellen am Kalvarienberg müssen saniert werden. Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, ist die Instandsetzung der denkmalgeschützten Bauwerke sehr wichtig: „Der Kreuzweg ist ein historisches Wahrzeichen unseres Ortes, viele Bürger aber auch Pilger wandern dort entlang.“

Der Leiter des Bauamtes, Martin Reisner, bestätigt schwere Schäden an der Bausubstanz einzelner Stationen: „Die Marterln sind von unten her nass, der Putz ist beschädigt. Viele Stationen haben beschädigte Dächer.“ Im Moment wird an den Ausschreibungsunterlagen gearbeitet: „Wir wollen dieses Jahr mit den notwendigen Außenarbeiten beginnen.“

"Alle 50 Jahre ist eine Rundumsanierung notwendig"

Bei der Renovierung arbeitet die Gemeinde mit dem Denkmalamt zusammen: „Viele Fassaden sind auch deswegen so beschädigt, weil bei früheren Renovierungen falsche Materialien verwendet wurden“, erklärt Reisner. Um eine langfristige Sanierung zu erreichen, sollen nun atmende Werkstoffe auf das alte Ziegelmauerwerk aufgetragen werden.

Kulturreferent und Gemeinderat Christian Kamper, ÖVP, ist Pate der dritten Kreuzwegstation. Gemeinsam mit seiner Schwester säubert und schmückt er die Kapelle, bevor die Fastenzeit beginnt, und dokumentiert damit seine Verbundenheit mit dem katholischen Glauben. „Etwa alle 50 Jahre ist eine Rundumsanierung notwendig. Durch Umwelteinflüsse wie Wind, Regen und Frost springt das Mauerwerk ab. Die Wurzeln der Bäume heben und senken die Stationen und richten Schäden an“, erklärt Kamper.

Die Gemeinde wird die Paten ersuchen, die Sanierungsarbeiten nach ihren finanziellen Möglichkeiten zu unterstützen. „Alle Paten haben einen starken Bezug zu den Bauwerken, meist sind es Weinhauerfamilien, die eine bestimmte Station schon seit Generationen pflegen,“ erklärt Kamper.