Novomatic für vorbildhafte Schutzmaßnahmen gewürdigt. „Verantwortungsvolles Glücksspiel und Compliance Management sind wesentliche Grundvoraussetzungen für Betreiber und Lieferanten, um in der Gaming-Branche auch zukünftig erfolgreich wirtschaften und handeln zu können“ - das war die zentrale Botschaft der „Global Regulatory Awards“-Gala in London.

Erstellt am 01. Mai 2018 (16:52)
Novomatic

Für Monika Poeckh-Racek, Vorstandsvorsitzende der Novomatic-Tochtergesellschaft „Admiral Casinos & Entertainment AG“, gab’s Silber. Sie wurde für ihre mehr als 10-jährige Tätigkeit beim international tätigen Glücksspielkonzern mit Sitz in Gumpoldskirchen gewürdigt. Poeckh-Racek ist unter anderem für die Bereiche Recht, Behörden, Human Resources sowie Responsible Gaming verantwortlich, hat effektive Spielerschutzmaßnahmen eingeführt und das angewandte Spielerschutzprogramm kontinuierlich ausgebaut. „Wir verfolgen eine klare Strategie: Fairness und Verantwortung sind Grundlagen für verantwortungsvolles Glücksspiel und nachhaltige Kundenbeziehungen“, betonte Poeckh-Racek.

Im NÖN-Gespräch machte die Juristin deutlich, wie wichtig die Regulierung des Glücksspiels ist. „Glücksspiel ist eine Dienstleistung, die nachgefragt wird.“ Eine Dienstleistung, die allerdings auf guten rechtlichen Beinen stehen müsse, ergänzt die Juristin. Diesbezüglich stellt sie Niederösterreich ein gutes Zeugnis aus.

Regulierung des Glücksspiels ist "der einzig richtige Weg"

Man habe bereits 2006 erkannt, dass die Regulierung des Glücksspiels „der einzig richtige Weg ist“. Vor allem auch, was die Bemühungen im  Kampf gegen die Glücksspielsucht betrifft. Unter anderem ist im NÖ Spielautomatengesetz genau geregelt, was ein Betreiber zu tun hat. So muss es ein System geben, das sicherstellt, dass nur über 18-Jährige Zutritt in den Automatensalon erhalten.

Zudem haben Mitarbeiter Schulungen zu absolvieren, um Ansätze von Glücksspielsucht zu erkennen und entsprechende Vorkehrungen treffen zu können. „Prävention wird großgeschrieben“, bekräftigt Poeckh-Racek. Jeder Gast wird begleitet, bei Auffälligkeiten beginnt das Warnsystem zu greifen. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem Gast  werden die Maßnahmen festgelegt; sie reichen von einer freiwilligen Limitierung des (Geld-)Einsatzes bis hin zur Sperre. „Wir stehen gerade in solchen Fällen natürlich regelmäßig mit den Behörden in Kontakt“, betont Poeckh-Racek.

In NÖ ist das „Kleine Glücksspiel“ (offizielle Diktion: „Landesausspielungen mit Glücksspielautomaten“) im Gegensatz zu Wien nicht verboten, sondern klar reglementiert. Deshalb sind vor allem in der Bundeshauptstadt „die illegalen Anbieter die klaren Gewinner. Ein möglicherweise auffälliger oder problematisch spielender Gast kann so nicht mehr begleitet werden“, bedauert Poeckh-Racek die Situation in Wien.

Seit 2013 hat Novomatic 360 Klagen eingereicht

Seit 2013 hat Novomatic 360 Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht: „Auch damit bekämpfen wir das illegale Glücksspiel. Allerdings geht das nur dort, wo wir Lizenzen erhalten haben und somit auch Anbieter sind.“

„Pathologisches Glücksspiel“ komme - verglichen mit der Alkohol- oder Nikotinsucht - „zum Glück statistisch gesehen sehr selten vor“. Groben Schätzungen zufolge sind 38.000 der 8,8 Millionen Österreicherinnen und Österreicher spielsüchtig. „Wir wollen das nicht verharmlosen, aber aufzeigen, dass ein Verbot die Zahl der Spielsüchtigen nicht verringern wird“, meint Poeckh-Racek. „Man müsste aus der Vergangenheit wissen, dass Prohibition nichts bringt.“

Deshalb spricht sich die Admiral-Vorstandsvorsitzende für eine bundesweite „maßvolle und vernünftige Regulierung aus: Unsere Gäste bekommen im Fall der Fälle Hilfe; dazu muss man natürlich ihre Namen kennen, sonst versinkt der Kunde in der Anonymität“.

Ganz davon zu schweigen, dass ohne legales Glücksspiel „dem Staat Steuern, dem Land Einnahmen entgehen“.