Thomas Andreas Beck: Geistreiches Album. Künstler stellt in seinem neuen Album kritische Fragen zu brennenden Themen. NÖ-Premiere bei den Raimundspielen.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 31. Juli 2021 (04:01)
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Poet und Songwriter Thomas Andreas Beck hat viele neue Songs im inspirierenden Gumpoldskirchner Wald komponiert.
Walter Mussil, Walter Mussil

Liedermacher Thomas Andreas Beck, musikalischer Kurator des „Weinsommer Gumpoldskirchen“ (14. bis 22. August), hat die Zeit reduzierter Auftritte und Lockdowns genutzt, um in seiner malerischen Hütte im Tieftal sein fünftes Album „Alles brennt“ zu finalisieren. Die NÖ-Premiere gibt’s am 8. August bei den Raimundspielen in Gutenstein.

„Weil ich meinen Produzenten und kongenialen Musikpartner Thomas Pronai nicht persönlich treffen konnte, habe ich ihm Demobänder geschickt, die auf einem alten Kassettenrekorder aufgenommen waren. Aus diesen Tonspuren hat er die ersten vier Lieder des Albums entwickelt“, erzählt Beck im NÖN-Gespräch.

Seine Kompositionen drücken aus, was der Künstler, der im Zivilberuf als Unternehmensberater arbeitet, während der Pandemie empfunden hat: „In dem Lied ,Quarantäne’ geht es um die innere Krise, in die wir alle hineingeschleudert wurden.“

„Kunst kann nicht unpolitisch sein“

Mit seiner Musik will Beck, der sich selbst als philosophisch-kritischen Menschen beschreibt, gesellschaftlich relevante oder tabuisierte Themen aufgreifen: „Kunst kann unmöglich unpolitisch sein. Ich beschäftige mich mit drängenden Problemen unserer Zeit.“

Dabei will er nicht anprangern oder belehren, sondern beobachten und Fragen stellen. „Alles brennt“ war der Titel einer Meldung zum Feuer im Flüchtlingslager Moria: „Ich will thematisieren, wie die Politik und wir alle mit dieser Verantwortung umgehen – wie fühlt es sich an, solche Entscheidungen zu treffen?“

Der Wald rund um Gumpoldskirchen ist für Beck in erster Linie ein „Konzentrationsraum: Wenn ich mich in den Geräuschen der Natur verliere, werden meine Gedanken befreit.“

www.allesbrennt.at