„Weinsommer“ ist Erfolgs-Geschichte. Das Konzept hat sich auch im vierten Jahr bewährt. Kultur und Kulinarik begeisterten.

Von Andrea Rogy und Christoph Dworak. Erstellt am 31. August 2019 (04:32)
privat
Kurator Thomas Andreas Beck mit Ernst Molden & Frauenorchester.

„Das Kind ist erwachsen geworden.“ Programm-Kurator & Liedermacher Thomas Andreas Beck zieht mehr als nur zufrieden Bilanz. „Ich habe in meinen 51 Lebensjahren noch bei keinem Projekt derart viel Wertschätzung erhalten. Auch von Kritikern der letzten Jahre.“

Mit Acts wie „Skolka“, „Café Drechsler“, „Die Echten“, „Dunkelbunt“, „Voodoo Jürgens“, „Ernst Molden & das Frauenorchester“ habe es „von der Qualität her keine Kompromisse gegeben. Das Programm hat alle Wünsche abgedeckt“, freut sich Beck.

„Größer können wir schon vom Platz her wir nicht werden, aber musikalischer tiefer.“ Beck denkt nächstes Jahr „durchaus auch an einen klassischen Beitrag“. Und er hofft, einen Sponsor für die Überdachung der Bühne zu finden. Aufgrund der miesen Witterung musste das Harry Ahamer-Duo in die Heurigen-Einfahrt von Johanna Gebeshuber flüchten.

Weinsommer
Organisatorin Dagmar Händler und ihr Franz konnten getrost ein Glaserl genießen.

„Man sieht, aufgeben gibt’s bei uns nicht“, schmunzelt Beck. Zwei große Komplimente will der Kurator unbedingt veröffentlicht wissen: „Eine etwa 18-jährige Gumpoldskirchnerin hat geschwärmt: , Danke, ihr habt mir mein Gumpoldskirchen zurückgegeben’. Und Bürgermeister Ferdinand Köck hat sogar davon gesprochen, dass das Weinfest Dorfentwicklungsdimensionen angenommen hat. Das Fest schweißt zusammen.“

VP-Gemeinderätin Dagmar Händler zeichnete als „Verein Weinsommer“-Obfrau erneut gemeinsam mit Johanna Gebeshuber und Martina Krug-Weninger für die Organisation verantwortlich. Auch sie bilanziert sehr positiv: „Alles ist toll gelaufen, wir hatten großen Zuspruch seitens des Publikums.“ Die breite Palette an bekannten Bands habe viele Gäste angelockt.

Händler ist nicht nur stolz auf das südländische Flair im historischen Ambiente der engen Altstadt, auch die breite kulinarische Palette hebt sie hervor. „Wir bieten eben ein ganz anderes Weinfest. Neun Tage lang gab es musikalische Highlights und dazu ausgefallene Kulinarik wie Eierschwammerlgulasch, Hühnercurry und Blunzensülzchen“, schwärmt die Organisatorin.

Das Konzept habe sich jedenfalls bewährt: „Wir werden es behalten, dank zahlreicher Sponsoren und Unterstützer stehen wir auf starken Beinen“, betont Händler. Da die Veranstaltung über einen Verein organisiert wird, wurde beim Land NÖ wieder um eine Kulturförderung angesucht.