Alkohol erleichtert „Hass im Netz“. Heftiges Facebook-Posting: „Ich würde gern euren Kindern die Schädel einschlagen.“

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Mai 2021 (03:11)
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Weil er am 22. April auf der Facebook-Seite der LGBTQ Community Österreich (Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer) verhetzende Kommentare verfasst haben soll, stand jetzt ein 34-Jähriger vor Gericht. Er soll unter anderem „Ich würde so gern euren Kindern die Schädel einschlagen ...“ geschrieben und die Mitglieder der Community heftig beschimpft haben.

Der Angeklagte bekannte sich schuldig und gab zu, seit 2019 „ein Alkoholproblem“ zu haben. Auf die Frage der Richterin, warum man Kindern den Schädel einschlagen will, sagte er: „Ich war völlig daneben, hatte den Job verloren, war depressiv. Das war sehr blöd von mir.“ Er habe zwar vier Nachrichten an diesem Tag auf der Facebook-Seite gepostet, aber nur an diesem einen Abend. „Das sollte ein einmaliges Ding gewesen sein. Ich hatte Rum und Wodka getrunken und bin leider sehr anfällig für soziale Medien.“

Mittlerweile habe er alle Zugänge gecancelt und sich um einen Therapie-Platz gekümmert. Für eine Alkoholentwöhnung im Anton Proksch-Institut sei er ebenso bereit wie für regelmäßige Tests. Der Mann kam mit einer Diversion davon. Nachsatz der Richterin: „Immer dran denken: Hass im Netz richtet ganz großen Schaden an.“