Guntramsdorf

Erstellt am 09. März 2018, 04:53

von Andrea Rogy

Borg-Lüftungsanlage: „Eisige“ Beschwerden. Eltern fordern Schule auf, vernünftig zu heizen. Direktorin weist Vorwürfe zurück. Temperatur bei Messung: 22,7 Grad.

Das Temperaturempfinden im BORG ist sehr unterschiedlich.  |  Rogy

Besorgte Eltern nahmen Kontakt zur NÖN auf, weil ihre Kinder „im BORG Guntramsdorf frieren müssen“. Angeblich sei das nicht nur bei starken Frost so. „Unsere Tochter beklagt sich schon seit Längerem darüber, dass es in der Schule zu kalt ist“, heißt es in dem Schreiben. Auch andere Schüler würden sich „extra warm anziehen. Muss die Direktorin etwa Geld sparen?“

Schulleiterin Karin Bresnik weist im Gespräch mit der NÖN derartige Vorwürfe entschieden zurück: „Das ist Schwachsinn, ich selbst kann die Temperatur gar nicht regulieren. Die Schule verfügt über ein modernes Heiz- und Lüftungssystem, das die Raumtemperatur automatisch regelt.“

Aus Anlass der aktuellen Beschwerde wurde der Schulwart mit einem Schnellthermometer durch die Räume geschickt. „Die Temperatur in unserer Schule liegt aktuell bei 22,7 Grad“, erklärt Bresnik.

Die Direktorin räumt allerdings ein, dass es immer wieder Beschwerden über die Temperatur in einem abgelegenen Eckraum gäbe: „Das hat bautechnische Gründe. Aus allen anderen Räumen höre ich keine Beschwerden.“

Das moderne Lüftungssystem scheint gewöhnungsbedürftig zu sein. Bereits zu Schulbeginn hatten einige Schüler über „schlechte Luft in den Räumen“ geklagt, deren Fenster nur in Notfällen händisch geöffnet werden können. Die Messungen hätten aber ergeben, dass der Sauerstoff-Gehalt in Ordnung war. „Manche Schüler haben es erst geglaubt, als wir händisch alle 20 Minuten gemessen haben“, erzählt Bresnik.

Für die Direktorin ist das Temperaturempfinden eine sehr subjektive Angelegenheit. „Manche Menschen reagieren empfindlicher als andere. Eine Kollegin unterrichtet immer in kurzen Ärmeln.“ Ob es manchen Schülern vielleicht wärmer wäre, wenn sich alle an die bestehende Hausschuhpflicht halten würden, anstatt in Socken zu gehen, lässt Bresnik dahingestellt.