Guntramsdorf

Erstellt am 16. Februar 2018, 05:03

von Andrea Rogy

Gewaltvorwürfe: Unruhe in der Krabbelstube. FPÖ wartet auf Ergebnisse der polizeilichen Untersuchung. Betroffene Pädagogin wieder im Dienst.

Symbolbild  |  APA (dpa/Archiv)

In die Affäre rund um die von der FPÖ erhobenen Gewaltvorwürfe in der Krabbelstube Hauptstraße kehrt vorerst keine Ruhe ein. Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ bestätigt, dass die Polizei wegen „Unterlassung der Aufsichtspflicht“ ermittelt: „Es gibt einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt und die Erhebungen sind im Gange.“

Die FPÖ will nun erst einmal „ruhig und sachlich die gesamten Ermittlungen abwarten.“ Ortsparteivorsitzender Christian Höbart dazu: „Dass es Unzulänglichkeiten gibt, liegt mehrfach bestätigt am Tisch. Es waren ja nicht Vorwürfe von uns, sondern wir haben Beobachtungen und Informationen, die uns von besorgten Bürgern zugetragen wurden, kanalisiert und an die Gemeinde weitergeleitet.“

„Es ist nicht alles eitel Wonne“

Auch für Grünen-Gemeinderätin Monika Hobek-Zimmermann ist das Thema noch nicht vom Tisch, sie pocht auf die politische Verantwortung der Gemeinde: „Es ist nicht alles eitel Wonne in der Krabbelstube, ich kenne zahlreiche Beschwerden und Fälle, in denen Eltern ihr zweites Kind in der Einrichtung nicht mehr anmelden wollten.“ Hobek-Zimmermann wurde dazu auch von der Polizei befragt. „Ich kann nicht beurteilen, ob gewisse Beschwerden strafrechtlich relevant sind – das haben Fachleute zu entscheiden.“

Für Bernhard Wieland, Geschäftsführer der Betreiberorganisation „Kidspoint“, ist die Sache abgeschlossen: „Wir haben umfassende Untersuchungen in die Wege geleitet, um zu überprüfen, ob es Zeugenaussagen zu den ausgesprochenen Verdächtigungen gibt. Die Gewaltvorwürfe haben sich nicht erhärtet. Die Eltern wurden daher von uns informiert, dass die betreffende Kollegin ihren Dienst wieder aufnehmen wird.“