Höfer übernimmt interimistisch die BORG-Schulleitung. Renate Höfer hat die Nachfolge Karin Bresniks im BORG Guntramsdorf angetreten.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 16. Oktober 2020 (03:22)
Renate Höfler schöpft bei der interimistischen Leitung des Gymnasiums aus reichhaltigen Erfahrungen im Schulalltag.
privat

Diese personelle Rochade kam doch unerwartet: Renate Höfler hat vorläufig die Schulleitung im Oberstufenrealgymnasium (BORG) übernommen, zumal Vorgängerin Karin Bresnik ein Sabbatical angetreten hat.

Mit den Abläufen ist die 54-Jährige aus dem Bezirk Baden bestens vertraut, hat sie doch bislang neben der Öffentlichkeitsarbeit und der Bibliothek auch in der Administration mitgearbeitet. „Ich war in die Materie eingearbeitet und daher die logische Vertretung“, berichtet Höfler, die nebenher auch eine Klasse in Deutsch unterrichtet. Als zweites Fach hat Höfler in den vier Jahren, die sie bereits am BORG ist, Englisch unterrichtet.

Die Mutter zweier erwachsener Kinder geht sehr positiv aber auch gelassen an die neuen Herausforderungen heran und sieht die Leitung einer Schule mit 16 Klassen und insgesamt 360 Schülern als „sehr spannende und schöne Sache.“

Trotz der Corona-Krise gibt es viele kreative Projekte, etwa die Gestaltung des „Tages der offenen Tür“ oder die Produktion eines Schulfilmes.

Dennoch: Konferenzen werden derzeit nur virtuell abgehalten, trotzdem fühlt sich Höfler den Lehrern sehr nahe: „Ich habe den Vorteil, dass ich direkt aus dem Kollegium komme und mich daher mit den Kollegen sehr gut verstehe. Auch meine Tätigkeit als Personalvertreterin hat mir viele wertvolle Erfahrungen gebracht.“

Die Covid-bedingten Umstellungen sieht Höfler pragmatisch, sie sieht sich von allen Beteiligten gut unterstützt: „Die Jugendlichen verhalten sich sehr diszipliniert, sie passen auf, tragen auf den Gängen ihre Masken und bleiben großteils in den Klassen.“

Von Vorteil sei auch das großzügig angelegte Schulgebäude. „Wir haben viel Platz.“ Ein Umstand, der „zur Entspannung der Situation beiträgt“, ist sich Höfler sicher. Trotz des modernen Lüftungssystems, das permanent Frischluft ansaugt, werde regelmäßig durchgelüftet. „Es ist psychologisch wichtig, dass sich pro Klassenraum zumindest ein Fenster öffnen lässt.“

Sehr verbunden fühlt sich Höfler auch mit der angrenzenden Mittelschule: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Erika Klonner, wir wollen das Gemeinsame zwischen unseren Schulen hervorstreichen.“ Geplant sei ein ökologisches Projekt auf dem Areal, „eine Art Blühwiese“.

In der Freizeit liest Höfler gerne, geht spazieren und hört Musik.