Guntramsdorf

Erstellt am 11. Januar 2017, 04:55

von Andrea Rogy

Hundetrainer: 22 Beschwerden registriert. Pilotprojekt der DogWatcher abgeschlossen. Beratung und Vermittlung finden künftig immer bei akuten Problemen statt.

Gemeinderätin Monika Hobek-Zimmermann (Grüne, mi.) freut sich mit den Hundetrainern Claudia Haider-Kasztler und Johannes Hammerl über rege Kommunikation mit Hundebesitzern.  |  Gemeinde

Von September bis November waren zwei Hundetrainer im Auftrag der Gemeinde im Ort unterwegs. Sie sollten Problembereiche der Hundehaltung erheben und das Gespräch mit den Besitzern der 607 gemeldeten Hunde suchen.

Die Bilanz der sogenannten DogWatcher zeigt 72 Einsätze an 18 verschiedenen Orten. Die Trainer wurden zu 110 Hundesichtungen gerufen, und haben 69 Gespräche geführt.

Insgesamt wurden 22 Beschwerden registriert, die sich zur Hälfte um das Verhalten der Hunde drehten. Bei nur knapp über einem Viertel der Unmutsäußerungen ging es ums „Gackerl“. Die Bevölkerung hat 42 konkrete Wünsche an die Hundetrainer kommuniziert. Gefordert wurden zusätzliche Standorte für Sackerlspender und weitere Mistkübel. Auch eine Hundeauslaufzone wurde des Öfteren verlangt.

"91 Prozent der Kontakte sind freundlich abgelaufen"

Projektinitiatorin & Umweltgemeinderätin Monika Hobek-Zimmermann von den Grünen, freut es besonders, dass „91 Prozent der Kontakte freundlich abgelaufen sind: Das zeigt, dass sich Nichtbetroffene und extra dafür ausgebildete Personen wesentlich leichter tun, Kontakt mit anderen aufzunehmen, als Leidtragende, die aufgrund konkreten Hunde-Verhaltens, wegen nicht weggeräumten Hundekots oder aufgrund des Tierschutzes auch emotional stärker involviert sind“.

Das Projekt wird heuer fortgesetzt: „Ich werde über das Jahr verstreut Möglichkeiten anbieten, mittels Hundestammtischen oder Hundespaziergängen Halter, Nicht-Hundebesitzer, Tierärzte und Hundetrainer weiterhin zu vernetzen.“ Dabei sollen sich auch Bürger angesprochen fühlen, die in ihrem Alltag unter Schwierigkeiten rund um den Hund leiden. Eine fixe Anstellung für die DogWatcher werde es nicht geben: „Die Hundetrainer werden bei Beschwerden anlassbezogen zur Lösung von Problemen zurate gezogen.“

Bürgermeister Robert Weber (SPÖ) ist erfreut, dass „der Dialog sinnvoll weitergeführt wird“. Über die Standorte für neue Sackerlspender und Mistkübel gab es bereits Gespräche zwischen Bauhof und Hundetrainern.