Rumoren in Siedlung: Anrainer wegen Niveau beunruhigt. Niveau der neuen Siedlung soll teilweise über dem der Bestandsbauten liegen. Wohin fließt das Wasser ab?

Von Andrea Rogy. Erstellt am 04. August 2019 (04:14)
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Sorgenfalten bei den Anrainern: Das Niveau der neuen Siedlung soll – wie an den erhöhten Kanaldeckeln sichtbar wird – über den bestehenden Bauten liegen.

Die geplanten Reihenhäuser in der Gumpoldskirchner Straße rufen erneut Proteste unter den Anrainern hervor. Sprecher Christian Ponweiser fasst die gröbsten Bedenken zusammen: „Zu Beginn der Bauarbeiten ist eine Woche lang das Wasser gestanden. Wir fürchten, dass das Niveau der Siedlung gehoben wird und die neuen Häuser um eineinhalb Meter höher gebaut werden sollen als die bestehenden“.

Das sei an den bereits errichteten Kanalschächten ablesbar, die rund 60 Zentimeter über dem bestehenden Niveau liegen. Vom Bauamt der Gemeinde fühlen sich die Anrainer im Stich gelassen: „Bis auf die Informationsveranstaltung letzten Herbst gab es keinerlei Kontakt mehr.“

"Dann würden unsere Gärten überflutet werden"

Heikel sei auch die Entwässerung, sagte Ponweiser: „Das Grundwasser befindet sich lediglich zwei Meter unter dem Boden. Bei starken Regenfällen kommt das Regenwasser vom Eichkogel herunter. Wenn der Boden den Niederschlag nicht mehr aufnehmen kann, würden unsere Gärten überflutet werden“, meint Ponweiser.

Bauamtsdirektor Egon Winter beruhigt: „Bislang wurden lediglich die Kanalbauten und der Straßenunterbau im Auftrag der Gemeinde errichtet.“ Und: „Das Niveau wird nicht derart stark angehoben, dass Oberflächenwasser auf Nachbargrundstücke abgeleitet werden könnte.“ Leichte Änderungen seien aber unabdingbar. „Das Grundstück liegt in einer Senke, es fällt von Westen her ab und steigt nach Osten hin wieder an. Diese Unterschiede müssen wir durch Aufschüttungen ausgleichen.“

Winter betont, dass alle Anrainer zu der Infoveranstaltung im Herbst eingeladen waren: „Der Bebauungsplan lag dort auf, alle Fragen konnten gestellt werden.“ Über den südlichen Teil der Bebauung hätten manche Anrainer jedoch noch keine Infos bekommen. „Dort gibt es noch keine gemeinsame Grenze, die Bewohner sind nicht im 14-Meter-Puffer“, erklärt Winter.

Im Süden werde auf die gesamte Grundstückslänge ein drei Meter hoher Lärmschutzdamm errichtet, der als Abschirmung und zum Emissionsschutz diene, ließ Winter nicht unerwähnt.