Stolpern mit Folgen. Nasenbeinbruch nach Sturz über Betonfüße der Absperrung. Heftige Kritik an Absicherung.

Von Alina Burlacu. Erstellt am 01. Oktober 2014 (12:34)
NOEN, privat
Viola Knogler stolperte über die Halterung der Baustellenabsperrung in der Josefigasse. Folge: Nasenbeinbruch.
Das umstrittene Bauprojekt in der Guntramsdorfer Josefigasse ist den Anrainern ein Dorn im Auge. In der Zwischenzeit gibt es für die geplante Wohnhausanlage mit neun Wohnungen einen gültigen Baubescheid – die NÖN berichtete.

Nun sorgt die Baustelle für weitere Aufregung: Sie soll nicht ordnungsgemäß abgesichert gewesen sein – und das sei Viola Knogler zum Verhängnis geworden. Die Guntramsdorferin stolperte beim Vorbeigehen über eine in den Gehsteig hineinragende Halterung des Absperrgitters und kam zum Sturz. Dabei erlitt sie einen Nasenbeinbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Absperrung  betriff Straßenverkehrsordnung

Da Verdacht auf Fremdverschulden vorliegt, meldete das Landesklinikum Mödling diesen Fall. Knogler hat inzwischen schon Anzeige erstattet und will auf jeden Fall dagegen vorgehen: „Der Besitzer hat sich gar nicht gemeldet, das wäre das Mindeste gewesen. Ich habe am 7. Oktober einen Termin bei der Rechtsanwältin. Inzwischen steht das Gitter immerhin etwas besser“, berichtet Knogler.

Grundstückseigentümer Alfred Sakac tut die Sache „sehr leid.“ Er habe sofort reagiert und die seit zwei Jahren vorhandene Absperrung, die bislang zu keinen Problemen geführt habe, adaptieren lassen. Dass er nicht mit Knogler gesprochen habe, sei auf einen einfachen Grund zurückzuführen, beteuert Sakac im NÖN-Gespräch: „Ich kann niemanden kontaktieren, wenn ich keine Kontaktdaten habe.“

Die Gemeinde habe mit der Überprüfung der Absperrung an sich nichts zu tun, betonte Pressesprecher Alexander Handschuh: „Das ist eine klare Angelegenheit der Polizei, da es die Straßenverkehrsordnung betrifft.“