Strafrechtliche Vorwürfe: Geld für Info zur Parzellen-Größe?

Erstellt am 26. September 2022 | 05:21
Lesezeit: 2 Min
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Christian Höbart will sich gegen die „rufschädigenden Vorwürfe“ wehren.
Foto: privat
Staatsanwaltschaft ermittelt laut Falter wegen Bestechung bzw. Vorteilsannahme gegen Gemeinderat Höbart, Ex-Wirt Hornung.
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Ein Bericht der Wochenzeitschrift „Falter“ bringt mutmaßliche Bestechung bzw. Vorteilsannahme rund um die vom Gemeinderat im Dezember 2021 beschlossene Einführung einer Mindestgröße für Parzellen zutage.

Betroffen ist auch das Grundstück der ehemaligen „Ranch“. Laut Falter habe der neue Eigentümer des Grundes, Immobilienentwickler in einem Gespräch mit Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, ausgeplaudert, dass Gemeinderat Christian Höbart, „Lebenswertes Guntramsdorf“, den ehemaligen Wirt der Ranch, Franz Hornung, nach Beratungen des Gemeinde-Vorstandes über die geplante Mindestgröße für Bau-Parzellen informiert habe. Für den Tipp sollen 20.000 Euro geflossen, weitere 80.000 Euro versprochen worden sein.

„Stellungnahme meines Firmenanwaltes zu den falschen Vorwürfen“

Durch die Mindest-Parzellengrößen, die einer agrarischen Nutzung entsprechen, werden große Wohnbauvorhaben erschwert. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigt, „in diesem Zusammenhang gegen zwei Beschuldigte wegen Vorteilszuwendung bzw. Vorteilsannahme und Verletzung des Amtsgeheimnisses zu ermitteln.“

Hornung verweist auf eine kommende „Stellungnahme meines Firmenanwaltes zu den falschen Vorwürfen“, Weber möchte „zu laufenden Ermittlungen nicht Stellung nehmen. Höbart weist die „Vorwürfe, die rein auf Vermutungen und nebulösen Konstruktionen aufgebaut sind, aufs Entschiedenste zurück“ und will sich gegen „diese rufschädigenden Vorwürfe wehren“.

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