Zwischenbilanz Energy-Finder: Anreiz zum Sparen. Einbau von Energie-Kontrollgeräten senkte den Energieverbrauch in zehn Gemeindeobjekten beachtlich.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 03. Juni 2017 (04:32)
Gemeinde
Vizebürgermeisterin Monika Hobek-Zimmermann, Grüne, freut sich über den gesunkenen Energiebedarf.

Im Herbst 2015 beschloss der Gemeindevorstand, die professionelle Energiekontrolle mittels Kontrollgeräten, den sogenannten Energy-Findern, in zehn Gemeindeobjekten auszuprobieren. Die Geräte wurden im Rathaus, in den Kindergärten, Schulen und beim örtlichen Fußballverein angebracht.

Projektinitiatorin & Vizebürgermeisterin Monika Hobek-Zimmermann von den Grünen erklärt die Funktionsweise: „Der Energy-Finder zeigt auf, wann wie viel Strom verbraucht wurde. Die Mitarbeiter der betreuenden Firma schauen sich dann an, ob der Strom- oder Gasverbrauch in der jeweiligen Einrichtung für den Zeitpunkt realistisch ist.“

So würde man sehr früh auf defekte Geräte oder Funktionsstörungen aufmerksam. „Auf diese Weise sind wir beispielsweise draufgekommen, dass die Wärmepumpe in einem Heizgerät in einem Kindergarten kaputt war.“

"Da geht es um banale Dinge"

Auch mangelhafte Serviceleistungen könnten so frühzeitig aufgedeckt werden, wenn auffällt, dass sich der Stromverbrauch trotz durchgeführter Wartung nicht reduziert.

Eine erste Bilanz zeigt nun, dass der Energieverbrauch in den zehn teilnehmenden Einrichtungen 2016 beachtlich gesunken ist. Die Vizebürgermeisterin will diese Einsparungen - als Anreiz für einen weiterhin bewussten Umgang mit Energie - den jeweiligen Einrichtungen zu Gute kommen lassen: „Dort wo der Energieverbrauch mit dem Verhalten der Menschen zusammenhängt, ist das Energiesparen meist recht einfach. Da geht es um banale Dinge wie, die Fenster über Nacht zu schließen, Stoß zu lüften oder die Temperatur ein wenig abzusenken.“ So könnten Projekte finanziert werden, für die es sonst kein Geld geben würde.