Gut Riedenhof ist jetzt ein Tierheim. Die Beharrlichkeit von Tierfreundin Evelyn Popp hat sich gelohnt. Eine noch größere Herausforderung steht bevor.

Von Elisabeth Raschka. Erstellt am 04. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Raschka
Tierfreundin und Gründerin des „Landestierheim für Großtiere“ Evelyn Popp mit ihrem Schützling „Picasso“.
Vor rund zehn Jahren gründete Evelyn Popp mit Unterstützung ihrer Eltern das „Gut Riedenhof“ in Achau. Der Hof ist mittlerweile das Zuhause von etwa 200 Tieren mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Die Pferde, Ziegen, Schafe, Schweine, Lamas etc. stammen aus Beschlagnahmungen von Amtstierärzten und werden am „Gut Riedenhof“ gesund gepflegt und teilweise weitervermittelt. Auch ein Känguru gehört zu der bunten Tierschar.

„Unsere freudigste Nachricht ist, dass wir die Umwidmung vom Gnadenhof zum Landestierheim für Großtiere geschafft haben“, freut sich Popp im NÖN-Gespräch. „Nun können wir um Subventionen vom Land Niederösterreich kämpfen“, erläutert sie die neuen Perspektiven.

„Tiere können sich nicht selbst helfen“

Kaum ist diese Hürde geschafft, muss sich Popp nun um das nächste Problem kümmern: „Wir müssen den Hof in den nächsten Monaten verlassen und sind auf der Suche nach einem sechs bis 10 Hektar großen Grundstück im Bezirk Mödling oder Baden. Der Umzug von Tierzentrum und Tierrettung inklusive Neubau wird teuer und deshalb sind wir auf die finanzielle Unterstützung von Groß- und Kleinsponsoren angewiesen“, erklärt Popp. Das Finden eines passenden Grundstückes erwies sich bisher als schwierig.

„Ich gebe nicht auf!“, versichert Popp, ihreszeichen Tierliebhaberin seit frühester Kindheit. Ihre Motivation erklärt sie folgendermaßen: „Tiere können sich nicht selbst helfen. Großtiere werden oft als Nutztiere gesehen und deshalb spenden die Menschen weniger für sie - aber auch diese Tiere brauchen unsere Hilfe.“ Das „Gut Riedenhof“ arbeitet mit der Caritas und dem Verein „Neustart“ zusammen und kümmert sich somit auch um das Wohl der Menschen.