Klima-Wald in Mödling gedeiht. Das seit 2013 in Umsetzung befindlich Projekt zeigt Wirkung. Nun ist vorrangig der Schutz der Jungbäume geplant.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. Januar 2020 (04:19)
Ulla Freilinger und Leo Lindebner mit den Forstmitarbeitern beim Lokalaugenschein im Mödlinger Klimawald.
Bernhard Garaus

Vor sechs Jahren hat die Mödlinger Forstverwaltung gemeinsam mit Schülern der Stingl-Volksschule oberhalb der „Breiten Föhre“ einen „Klimawald“ angelegt. Insgesamt wurden nicht weniger als 4.000 Bäume gepflanzt. Das Artenspektrum wurde in Richtung wärmeliebender Bäume und Sträucher verschoben. Zur Unterstützung der Artenvielfalt wurde auch gezielt Wildobst eingebracht.

Ziel war die Förderung eines „klimastabilen Waldaufbaus und die Erhöhung der Biodiversität gemäß des Mödlinger Waldentwicklungskonzeptes 2013“, erklärte der zuständige Forststadtrat Leo Lindebner, ÖVP.

"Mödling verfügt mit dieser Waldfläche über den 1. NÖ Klimawald"

2016 erfolgte die erste Evaluierung der Bestände, 2019 eine weitere. Die Ergebnisse haben neue Erkenntnisse für die weitere Betreuung des Areals gebracht. Die drei eingezäunten Klimawaldflächen haben sich sehr vielversprechend entwickelt, hingegen sind an den freiliegenden Randflächen erhebliche Wildschäden durch Verbiss der Bäumchen festzustellen.

„Die Zukunftsbäume werden wohl einen Schutz vor Wildverbiss erhalten müssen“, merkte Lindebner an. Zudem müssen „die Leittriebe der Bäume geschützt werden“.

Unterm Strich ist Lindebner aber hochzufrieden: „Mödling verfügt mit dieser Waldfläche über den 1. NÖ Klimawald. Besonders trockenheits- und hitzeresistente Baumarten werden einen Waldbestand bilden, der gegen Klimastress gut gewappnet ist und für uns Menschen unverzichtbare ,Leistungen’ erbringen wird.“