Laxenburg/Schwechat: Das Ziel lautet Impf-Freiheit

Erstellt am 20. Januar 2022 | 05:11
Lesezeit: 2 Min
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Johannes Rochl engagiert sich für „Polizisten für Grund- und Freiheitsrechte“.
Foto: privat
Ehemaliger FPÖ-Gemeinderat Hannes Rochl Mitinitiator von Schreiben an Karner.
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Für Aufsehen hat jener Brief gesorgt, den drei Verfasser an Innenminister Gerhard Karner, ÖVP, gerichtet haben: Einer davon ist Laxenburgs FPÖ-Ortsparteiobmann Johannes Rochl, hauptberuflich Exekutivbeamter in Schwechat.

600 Polizistinnen und Polizisten der Gruppe „Polizisten für Grund- und Freiheitsrechte“ würden hinter dem Schreiben stehen, eine Zahl, die medial immer wieder angezweifelt wurde. „Es war das persönliche Bedürfnis aller 600 Mitglieder in der Gruppe, die es auch tatsächlich gibt, sich für die Impffreiheit einzusetzen“, betonte Rochl. „Allerdings war außer mir und Uwe Eglau sowie Daniela Laner aus Angst vor Repressalien im Dienst niemand bereit, mit ihrem Namen zu unterschreiben.“

Rochl, dessen FPÖ es bei der Gemeinderatswahl 2020 nicht mehr in den Gemeinderat geschafft hat, will mit der „Wahrung der Impffreiheit die Spaltung der Gesellschaft beenden. Ich bin selbst dreimal geimpft und gehe regelmäßig testen, aber die Missachtung der Grundrechte und der persönlichen Meinungsfreiheit sind so nicht mehr hinnehmbar.“

Kein Verständnis für Gewalt gegen Exekutive

Benachteiligungen im Job habe er auf seiner Dienststelle in Schwechat bis jetzt noch nicht erlebt. Er stehe voll hinter den Polizisten, Verständnis für Gewalt, die sich bei Demonstrationen gegen die Exekutivbeamten richtet, hat er keine: „Ich war selbst am Schwarzenbergplatz in Wien dabei und habe erlebt, dass Gewaltausbrüche mehrheitlich von linken Berufsdemonstranten verübt werden und nicht von Bürgern, die sich um ihre Zukunft sorgen.“

Schwechats Stadtpolizeikommandant Leopold Holzbauer will sich zu Rochls Engagement gegen die Impfpflicht nicht äußern. Allerdings bestätigt er, dass in der Sache eine dienstrechtliche Prüfung laufe.

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