Vösendorf

Update am 15. März 2019, 13:53

von Redaktion noen.at

Kater saß in Mauerspalt fest: Besitzer gefunden. Kater saß tief in einem Mauerspalt fest, wurde von der Feuerwehr befreit und erholt sich nun im Wiener Tierschutzverein in Vösendorf (Bezirk Mödling). Suche nach Besitzer war nach Aufruf erfolgreich.

Happy End für „Garfield“: Der Kater, der am Freitag in Vösendorf in einem Wandspalt gefangen war, von der Freiwilligen Feuerwehr befreit werden konnte und seither im Wiener Tierschutzverein untergebracht war, ist wieder zuhause. 

Seine Besitzerin Marion T. meldete sich beim WTV und schloss ihn am frühen Freitagnachmittag bereits wieder in die Arme. Sie konnte auch etwas Licht in die Hintergrundgeschichte bringen: „Garfield“, der eigentlich Mori-San heißt, ist Frau T. am Donnerstagabend ausgebüchst und wurde schon schmerzlich vermisst und gesucht. Sein Zuhause befindet sich zudem nur sieben Häuser von der Unglücksstelle entfernt.

Nun ist Mori-San wieder im Kreise seiner Familie, zu der im Übrigen auch drei Hundekumpels gehören, mit denen sich der zweijährige Kater blendend versteht. Ende gut, alles gut.

Wir hatten berichtet:

Eine tierische Rettungsaktion wie sie am Freitag stattfand, die zwei Einsatzfahrzeuge und insgesamt elf Mann erforderte, kommt auch bei den geschulten Florianis der Freiwilligen Feuerwehr Vösendorf nicht jeden Tag vor.

In den frühen Morgenstunden, gegen 6:30 Uhr, wurde die FF Vösendorf zu einer Wohnhausanlage gerufen. Dort war ein roter Kater zwischen zwei Hausmauern eingeklemmt. Eine Anwohnerin vernahm klägliches Miauen, fand das Tier nach einigen Minuten der Suche und alarmierte die Feuerwehr.

Kater steckte unerreichbar fest

Die Rettung gestaltete sich allerdings alles andere als einfach und erforderte viel Fingerspitzengefühl der Einsatzkräfte. Denn der Mauerspalt war lediglich rund zehn Zentimeter breit und der Kater steckte kopfüber mit den Beinen nach oben gerichtet, circa fünf bis sechs Meter tief in diesem Spalt fest. Keine Chance also, den hilflosen Stubentiger mit den Händen zu bergen. Zudem war der Kater natürlich sehr verängstigt und panisch.

So versuchten die Feuerwehrmänner mit verschiedenen Methoden, die viel Können, Kreativität und diverses Werkzeug erforderten, den Kater so behutsam wie möglich zu befreien.

Schließlich gelang es den Florianis mit einer Stange und mithilfe eines Spezialwerkzeugs des WTV, das zwischenzeitlich hinzugeholt wurde, den Kater aus dem Spalt zu ziehen. Insgesamt dauerte die Rettungsaktion eine Stunde. Wie sich der Kater in diese missliche Lage brachte und wie lange er bis zu seiner Befreiung ausharren musste, wird allerdings für immer ein Rätsel bleiben.

Tier kam nur mit leichter Verletzung davon

Der Kater wurde schließlich von der Feuerwehr in einem Transporter in den Wiener Tierschutzvereins (WTV) gebracht, wo er umgehend untersucht und geröntgt wurde. Bis auf eine leichte Zerrung im rechten Hinterbein sowie kleinere Schürfwunden am linken Ohr trug der Kater zum Glück keine schwerwiegenden Verletzungen, sondern lediglich einen ordentlichen Schrecken davon.

Die Wunden wurden versorgt und „Garfield“, wie Kater zwischenzeitlich getauft wurde, erhielt Schmerzmittel. Nun darf er sich im Katzenhaus des WTV von all dem Stress erholen, ist auch bereits etwas aufgetaut und freut sich über die Streicheleinheiten des Personals.

Suche nach Besitzer läuft

Der WTV geht davon aus, dass es sich bei dem stattlichen Kater - er bringt stolze 7,5 Kilogramm auf die Waage - um einen Freigängerkater handelt und sucht nun auf Hochtouren nach den Besitzern. Leider ist „Garfield“ nicht gechipt, was die Suche nach seinen Menschen zusätzlich erschwert.

Der WTV bittet daher die Bevölkerung um Mithilfe. Sachdienliche Hinweise können jederzeit telefonisch unter 01/699 24 50 abgegeben werden.

„Garfield“ ist ein rot-getigerter, kastrierter Kater, der vom WTV-Tierarzt auf circa zwei bis drei Jahre geschätzt wird. Besonders auffällig, neben seiner Größe, sind die kleinen Haarbüschel an seinen Ohrspitzen.