Polizei-Aufgebot stoppt Corona-Party in Vösendorf. Einsatz endete mit Anzeigenflut und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. Februar 2021 (14:28)
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Am Donnerstagabend wurde eine Vösendorfer Polizeistreife wegen eines Verkehrsdelikts in die Franz Gruber-Gasse geschickt. Bald war klar, dass der Grund des Einschreitens ein ganz anderer war: Im Haus deutete alles darauf hin, dass eine – in Corona-Zeiten nicht erlaubte – Party gefeiert wurde.

Die Hausbewohner machten allerdings keine Anstalten, zur Klärung des Sachverhalts beizutragen. Schlussendlich gab es nach Rücksprache mit dem Journaldienst der Bezirkshauptmannschaft die Bewilligung für die Polizeibeamten, das Haus zwecks Einleitung und Durchführung eines Verwaltungsstrafverfahrens sowie der notwendigen Identitätsfeststellung der Personen betreten zu dürfen.

Einsatzkräfte rückten mit "Bodycams" aus
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Ab diesem Zeitpunkt wurde die Amtshandlung durch „Körperkameras“ aufgezeichnet. Einer der Feiernden war mit der exekutiven Intervention ganz und gar nicht einverstanden. Er schrie die Beamten an, wurde zunehmend aggressiver und schlug – nachdem die Festnahme ausgesprochen worden war – mit den Fäusten auf die Polizisten ein.

Damit nicht genug, fanden sich zwei weitere „Partytiger“, die die Beamten mehrfach gefährlich mit dem Umbringen bedroht und versucht haben sollen, die Amtshandlung zu verhindern. Insgesamt drei Beschuldigten wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, sämtliche andere Gäste wegen zahlreicher Verwaltungsübertretungen angezeigt.

Alles in allem waren elf Bezirks- und zwei Diensthundestreifen im Einsatz.