Gemeinde baut massiv Schulden ab. Der Rechnungsabschluss weist ein Plus von 230.000 Euro auf, für Hennersdorf rekordverdächtig.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 08. April 2019 (04:59)
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Bürgermeister Ferdinand Hausenberger, VP.

Finanzreferent und Vizebürgermeister Thaddäus Heindl, VP, ist zufrieden. „Die Gemeinde baut aufgrund umsichtiger Umstrukturierungen in der Verwaltung 250.000 Euro Schulden ab. Unser finanzieller Spielraum wird wieder größer“, freut sich Heindl. Von der SPÖ wurde seinerzeit die Einsparung einer Buchhaltungskraft sowie die Auslagerung der Buchhaltung an die Gemeinde Achau kritisiert.

Heindl hält dem entgegen: „Die Umstrukturierung als ‚Einsparung einer Buchhaltungskraft‘ zu bezeichnen, greift zu kurz. Die Neuorganisation der Gemeinde hatte zum Ziel, Kompetenzen zu bündeln und die Effizienz zu steigern. Der Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz hat großes Know-how in der Einhebung der Abgaben und allen damit verbunden Themen, Leistungen, die die Gemeinde bisher auch teilweise zukaufen musste.“ Die Bündelung der Buchhaltungen von Achau und Hennersdorf sorgte für einen guten Austausch zwischen zwei gleich großen Gemeinden, die mit ähnlichen Themen und Herausforderungen zu tun haben. Heindl berichtet: „In Summe liegen die Einsparungen in der Buchhaltung mit rund 30.000 Euro über den bisherigen Schätzungen.“ Trotz hoher Investitionen in das Straßennetz und in das Kanalsystem von rund 370.000 Euro konnte ein Überschuss von 229.000 Euro erzielt werden. Darüber hinaus wurde eine Rücklage in Höhe von 220.000 Euro gebildet.

Bürgermeister Ferdinand Hausenberger betont: „Durch den sorgsamen Umgang mit unseren Finanzen konnten wir ausreichenden Spielraum schaffen um die notwendigen Investitionen in unsere Schulen zu decken. Ich sehe das als die wichtigste Investition in unsere Zukunft. Weiters sorgen wir mit Rücklagen für zukünftige Investitionen vor.“

Der Schuldenstand der Gemeinde Hennersdorf beträgt zum Jahresende 2018 rund 1.360.000 Euro.