Herr der Rohöl-Rohre. Rasanter Aufstieg / Der Guntramsdorfer Thomas Gangl (42) wurde mit Juli zum Leiter der OMV-Raffinerie Schwechat bestellt.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 09. Juli 2014 (07:29)
NOEN, Dworak
Der Guntramsdorfer Thomas Gangl (42) ist ab sofort Leiter der OMV- Raffinerie Schwechat.
„Da möchte ich einmal arbeiten“, war der junge HTL-Vöcklabruck-Schüler Thomas Gangl bei einer Exkursion in Richtung Bundeshauptstadt von der OMV-Raffinerie in Schwechat fasziniert.

Gesagt, getan: Nach dem Studium an der TU Wien (Verfahrenstechnik) verschlug es den Oberösterreicher tatsächlich beruflich in den Mineralölkonzern – unter anderem als Schichtleiter in Schwechat, Chef im Tanklager Lobau und Hauptabteilungsleiter im Kompetenzzentrum für Operations.

2011 ereilte den Diplom-Ingenieur der Ruf ins Ausland: Er wurde Geschäftsführer der OMV Deutschland und Standortleiter der Raffinerie Burghausen. Eine Herausforderung in jeglicher Hinsicht, bekannte Gangl im NÖN-Gespräch. Neben dem beruflichen Neuland musste auch das Private geregelt werden. Der – seit 2005 – Guntramsdorfer brach gemeinsam mit Gattin Sylvia und Sohn Daniel (13) die Zelte ab. „Zum Glück hatte mein Sohn damit kein Problem. Papa, es gibt ja Internet und Skype“, atmete Gangl auf.

„Ich werde die Lebensqualität in Guntramsdorf nun noch mehr genießen“

Seit 2013 ist die Familie wieder retour in Guntramsdorf. Thomas Gangl war im OMV-Hauptquartier ist für Technologie, Entwicklung und Umsetzung der Investitionsprojekte, Forschung und Qualitätsüberwachung im OMV Raffineriegeschäft zuständig, Gattin Sylvia hat sich als Physiotherapeutin im „Rathaus.Viertel“ selbstständig gemacht, Sohn Daniel besucht das Mödlinger Gymnasium Keimgasse.

Und es sieht ganz danach aus, als ob die Gangls ihr Guntramsdorfer Gastspiel noch länger prolongieren werden. Thomas Gangl wurde mit Juli zusätzlich zum Leiter der Raffinerie Schwechat ernannt. Mit gerade einmal 42 Jahren zum jüngsten aller Zeiten. Für ihn ein Traumjob: „Ich kann mitgestalten - was mir sehr wichtig ist - und bin darüber hinaus ganz nahe am Geschäft.“ Einziger Nachteil: Die freien Minuten mit der Familie in Guntramsdorf werden wohl noch weniger werden. Ebenso wie die Mountainbike-Touren auf den Anninger, das Joggen durch die Weinberge oder die Abstecher zu den „genialen Heurigen im Ort“.

Was er sich trotz des fordernden Jobs nicht nehmen lassen möchte? „Ich werde die Lebensqualität in Guntramsdorf nun noch mehr genießen.“