Die Gefahr bannen: Gipsvorkommen überprüfen. Schon geraume Zeit kam es in Gärten und auf Straßen zu Senkungen. Nun wird behördlicherseits auch gehandelt.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 16. Februar 2017 (04:09)
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Dass es unter der Hinterbrühl und speziell um die Seegrotte herum Gipsvorkommen gibt, war schon längere Zeit bekannt. „Es hat gegoren“, weiß Landesgeologe Klemens Grösel, „und es war klar, dass das einmal behördlich aufgearbeitet werden muss.“

Es habe in der Vergangenheit Senkungen bei Straßen und in Gärten gegeben, auch Schäden an Häusern, aber diese Schadensfälle wurden meist vom Eigentümer selbst geregelt. Grösel: „Es ist nicht etwas, das mit der Größenordnung in Maria Enzersdorf vergleichbar wäre, aber damit es diese Dimension auch nicht bekommt, sind eben behördliche Vorkehrungen zu treffen.“ Ebendort wurde unter der Marienhöhe ein ehemaliges Gipsbergwerk vor fast exakt zehn Jahren mit 16.000 Kubikmeter Spezialmasse verfüllt, um die Einsturzgefahr zu bannen.

"Hohe Beträge um Anlage abzusichern"

Gerade oberhalb der Seegrotte befinde sich „ ein sehr sensibles Gebiet, hier sind Wassereintritte unbedingt zu vermeiden, und bei Bauvorhaben ist ein weiteres geotechnisches Gutachten notwendig. Auch seitens der See grotte werden hohe Beträge aufgewendet, um das Grubengebäude Anlage abzusichern“, merkt Grösel an.

Für die Erstellung der Karte über die betroffenen Gebiete hatte die Gemeinde eine Studie in Auftrag gegeben, dazu wurden auch bis zu 150 Jahre alte Karten gesichtet und Wasser- beziehungsweise Gipsmessungen durchgeführt.

Wenn man hinsichtlich seines Hauses oder Grundstückes Beunruhigendes beobachtet, sind die Marktgemeinde und der geologische Dienst des Landes Ansprechpartner.