Dieses Theater ist ein „Karl“. Seit mehr als vier Jahrzehnten spielt das Gießhübler Ensemble groß auf.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 27. Februar 2021 (02:11)
„Was nun?“: Dagmar Simon, Thomas Rittler und Gerald Speckner im Stück „Das perfekte Desaster Dinner“.
Karl Theater

Es hätte eigentlich ein gebührendes Jubiläumsfest werden sollen, das das Gießhübler Karl-Theater im Herbst feiern wollte. Ludwig Anzensgrubers „G’wissenswurm“ wäre auf dem Programm gestanden. „Diesen Klassiker des Bauernstückgenres hätten wir mit der alten Garde aus dem Gründungsjahr 1980 auf die Bühne gebracht“, berichtet Herbert Knopf seitens des Ensembles. Das für 2020 geplante Stück musste Corona-bedingt allerdings dreimal verschoben werden.

Nun avisiert man den Herbst 2021. Dass mit der „Alten Garde“ gespielt werden kann, bewertet man äußerst positiv, „immerhin sind sieben der neun Gründungsmitglieder noch voll aktiv“, freut sich Obmann Karl Rittler, „wir blicken zurück auf 50 Produktionen in den unterschiedlichsten Genres mit 424 Aufführungen, 50.000 Besuchern, unzähligen Spielorten in- und outdoor mit unterschiedlichen Regisseuren, 120 Personen und ein Pferd standen bei uns auf der Bühne.“

Von den insgesamt 130 Mitgliedern stehen 40 immer wieder auf der Bühne, in der Freizeit nimmt man auch an Workshops teil, bildet sich weiter, macht Sprachausbildung, holt sich Inputs in Sachen Regie. Naturgemäß hat das Vereinsleben unter der derzeitigen Situation gelitten, schließlich konnte man „nicht einmal eine Hauptversammlung abhalten, geschweige denn hinterher mit einem Gläschen darauf anstoßen“. Dennoch passt der Zusammenhalt: „Die Tatsache, dass wir so ein umfangreiches Stücke-Spektrum haben, macht den Reiz des Karl-Theaters und seines Programmes aus.“