Gewinn-Entgang: Ohne Grotte keine Gäste. Für die Betreiber der Seegrotte ist die Schließung des Schaubergwerks eine Katastrophe. Die Gastronomen sind trotz ausbleibender Touristen noch positiv gestimmt.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:18)
Kraus
Das beliebte Ausflugsziel Seegrotte bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Seit dem die Montanbehörde Ost bei einer Routineuntersuchung Mängel festgestellt hat, ist das Schaubergwerk bis auf Weiteres geschlossen, die NÖN berichteten.

Nach Besichtigung der Grotte samt unterirdischem See zog es in der Vergangenheit viele Ausflügler in die Lokale des Ortes.

Alexander Plesnik, Chef des Restaurants Hexensitz, meint: „Wir spüren hinsichtlich unseres Gästebesuches nichts von der Schließung. Unsere Gäste sind ein anderes Klientel, nicht Touristen, die die Seegrotte besuchen.“ Höldrichsmühlen-Besitzer & Bürgermeister Erich Moser, VP, betont: „Das Café ‚Zur Seegrotte‘ ist natürlich zu nahezu 100 Prozent von der Schließung betroffen, das Café hat im Moment auch geschlossen. Bei der Höldrichsmühle ist es schwer, eine Aussage zu treffen. Wir sind nicht unbedingt das Ziel für Busse, andererseits ist es doch vorgekommen, dass Familen nach der Seegrotte bei uns eingekehrt sind.“

"Sicherheit geht vor"

Für Christoph Vielhaber, Chef des Wienerwald Tourismus, hat die Sicherheit Vorrang. „Die Seegrotte ist eines der beliebtesten Ziele des Wienerwaldes und ein tolles Erlebnis für alle Besucher. Die Sicherheit geht natürlich für alle vor. Wir hoffen, dass alle Vorschriften eingehalten werden und dass die einzigartige Sehenswürdigkeit für die Besucher erhalten bleibt.“

Hier beruhigt Ortschef Moser: „Kürzlich gab es ein Gespräch zwischen den Seegrottenbetreibern beziehungsweise deren Vertretern und mir als Bürgermeister und Baubehörde erster Instanz. Mein hauptsächliches Interesse lag darin zu klären, dass die Oberfläche nicht betroffen ist. Dies ist nicht der Fall.“ In der Umfrage auf nön.at sprachen sich überdies 87,8 Prozent der Abstimmenden dafür aus, dass zur Not auch Land, Bund und Gemeinde einspringen müssten, um die notwendigen Renovierungsmaßnahmen zu finanzieren.