Weitere Gespräche zum Bauprojekt Billa. Volksbefragung in den Startlöchern. Weitere Treffen sollen klären, ob der Markt im Ortszentrum ausgebaut werden kann.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 09. Juli 2021 (03:44)
Billa
Symbolbild
NÖN

Architekt Peter Klein wurde erneut beim REWE-Konzern vorstellig, um das auf dem Grundstück Johannesstraße/Mannlichergasse geplante Bauvorhaben für einen BILLA-Markt zu verhindern. Die Bürgerinitiative rund um ihn führt als Argumente ins Treffen, dass die BILLA-Dichte in der Gegend groß genug sei, dieser Naturraum geschützt werden sollte, zuviel Fläche verbaut werden würde, die eigentliche Widmung „Wohnen“ sei und unter dem Grundstück Gipsvorkommen lägen, so dass es sogar schon Erdeinbrüche gegeben habe.

Die Gruppe strengt eine Unterschriftensammlung an, mit dem Ziel, eine Volksbefragung zu erreichen. Die Bedeutung derselben sieht Klein in der Bewertung des Terminus’ „Öffentliches Interesse“: „Eine Bebauung von mehr als 300 Quadratmeter ist nur zulässig, wenn das im öffentlichen Interesse ist, und ob öffentliches Interesse besteht, kann nur die Bevölkerung in Form der Volksbefragung definieren.“

Umwidmung im Ortszentrum angestrebt

Klein ist zuversichtlich, dieses Ziel auch zu erreichen, und weiß in seinem Sinne Positives über das Gespräch mit REWE zu berichten: „Man hat zugesagt, dass man vom Projekt Johannesstraße Abstand nimmt, wenn ein Ausbau des Marktes im Ortszentrum ermöglicht wird.“ Dies erfordere eine Anpassung der Bebauungsbestimmungen für das Areal.

Seitens des REWE-Konzerns verweist man nach wie vor auf die laufenden Verfahren. Pressesprecher Paul Pöttschacher sagt dazu: „Wir halten an dem gegenständlichen Projekt fest, wie bei jedem anderen Projekt - so auch in Hinterbrühl - gilt es, die derzeit laufenden behördlichen Genehmigungsverfahren abzuwarten.“ Weitere Gespräche sind vorgesehen, mit der Volksbefragung will Klein noch abwarten, bis die nächsten Ergebnisse vorliegen.