Einzigartige Messtechnologie: Maturanten räumen Medizinpreis ab

Erstellt am 23. Juni 2022 | 05:51
Lesezeit: 2 Min
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Die Maturanten Niklas Zulus, Mario Menzel, Matthias Haberler, Marion Holy (MED Uni), Universitätsprofessor Harald Sitte, (MED Uni), Marcus Hanreich, Direktor Hannes Sauerzopf, Abteilungsvorstand Mechatronik Kurt Salzmann und Diplomarbeitsbetreuer Thomas Pickl vor der Abfüllanlage.
Foto: HTL Mödling
Mechatroniker aus der 5A der HTL Mödling überzeugen mit einer eigenen Abfüllanlage für die Medizinische Universität Wien.
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Zwischen schriftlicher und mündlicher Matura räumten Mario Menzel, Matthias Haberler, Marcus Hanreich und Niklas Zulus noch schnell den ersten Platz des FH Oberösterreich Medizintechnik-Preises ab. Mit dieser Auszeichnung prämiert die FH Oberösterreich die besten Diplom- und Vorwissenschaftlichen Arbeiten mit medizintechnischem Schwerpunkt aus österreichischen Allgemein Höher- und Berufsbildenden Höheren Schulen.

Abfüllanlage für MedUni Wien

Die wissenschaftliche Herangehensweise sowie die technische Umsetzbarkeit und der praktische Nutzen ihrer Diplomarbeit „Modular collection unit for amphetamine experiment of the Medical University of Vienna“ überzeugten die Jury. Das Quartett hat eine spezielle Abfüllanlage für die Medizinische Uni Wien entwickelt.

In medizinisch-pharmakologischen Versuchen erforschen Universitätsprofessor Harald Sitte und sein Team die Wirkung von Rauschmitteln, wie z.B. Ecstasy, Speed oder Kokain auf diverse Gehirntransporter. Dabei werden humane Zellen mit einem radioaktiven Stoff beladen. Anschließend lässt man die zu testenden Drogen über die Zellen fließen. Dadurch kann die Freisetzung, welche die Psychostimulanzien hervorrufen, gemessen werden. Die Flüssigkeit, mit der überspült wird, muss dazu in den dafür vorgesehenen Fläschchen gesammelt werden. Dafür brauchte das Forscherteam eine automatische Abfüllanlage, um diesen Prozess vereinfachen und beschleunigen zu können. Genau diese Abfüllanlage haben die Mechatroniker der HTL Mödling entwickelt. In mehr als 1.000 Arbeitsstunden wurden zwei Konzepte der Antriebseinheit und vier Konzepte für die Halterung der Probenmagazine geplant. Unerwartete Probleme wurden dabei durch rasches Umdenken und gute Planung gemeistert.

Das fertige Gerät wird nach der Matura der Medizinischen Universität Wien übergeben und in Betrieb genommen.

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