Mödling

Erstellt am 06. Juni 2018, 03:53

von NÖN Redaktion

Möldinger Autorin auf dem Weg zur Spitze. Die Mödlinger Autorin Raphaela Edelbauer liest als einzige Österreicherin beim renommierten Wettbewerb.

Die Mödlinger Autorin ist für den Ingeborg Bachmann-Preis nominiert.  |  NOEN, privat

Im Vorjahr brachte Schriftstellerin Raphaela Edelbauer (27) ihr Debütwerk „Entdecker“ heraus, das nun bereits in die zweite Auflage geht (Klever Verlag). Im Frühjahr wurde sie dafür mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet.

Nun ist sie sogar für den renommierten „Ingeborg Bachmann“-Preis nominiert. Edelbauer ist unter den 14 Autoren und Autorinnen, die am 4. Juli in Klagenfurt lesen werden, die einzige Österreicherin. Neun Literaten kommen aus Deutschland, zwei aus der Schweiz und je eine Autorin stammt aus der Türkei bzw. aus der Ukraine.

Edelbauer besuchte das Sportgymnasium Maria Enzersdorf, studierte dann an der Universität für Angewandte Kunst „Sprachkunst“ bei Robert Schindel. Im Bezirk Mödling war sie lange Jahre als Mitarbeiterin der Niederösterreichischen Nachrichten tätig.

In Kooperation mit der Stadt Mödling wurden diverse Kulturprojekte realisiert

In Kooperation mit der Stadt Mödling realisierte sie diverse Kulturprojekte wie Lesungen oder den Häuserführer, gemeinsam mit ihrer Mutter Gaby Schätzle-Edelbauer, Sylvia Unterrader und Lena Treitler veröffentlichte sie zwei Bände „Frauenspuren in Mödling“.

Für Nicole Fendesacks „Shakespeare im Konzerthof“ übersetzte sie Shakespeares „Ende gut - alles gut“ neu. 2017 bekam sie das große Stipendium des Deutschen Literaturfonds, schreibt Texte für zeitgenössische Komponisten und ein Libretto für die kroatische Komponistin Margareta Ferek-Petric.

Derzeit studiert sie am „Philosophischen Institut“ der Uni Wien und arbeitet an ihrem neuen Buch, dem Roman „Das flüssige Land“, in dem sie in einem Ort, in dem sich ein stillgelegtes Bergwerk befindet, Geschehnisse der NS-Zeit thematisiert. „Ich fühle mich sehr geehrt, eingeladen worden zu sein, und freue mich drauf, zu zeigen, was österreichische Literatur kann“, betonte Edelbauer. „Mein Text wurde übrigens von der Hinterbrühl inspiriert, mein Autorenporträt in der Seegrotte gedreht, ich hab meinen Auftritt also bewusst in der Region verankert.“