Sommerspiele Perchtoldsdorf: Ära Sturminger vor dem Ende

Erstellt am 06. Juli 2022 | 04:55
Lesezeit: 2 Min
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Michael Sturminger überlegt noch, ob er sich um die Intendanz der Sommerspiele Perchtoldsdorf bewerben wird.
Foto: Michael Sturminger
Gemeinde schreibt Funktion von 2023 bis 2025 neu aus.
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Mit Heinrich von Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ begann 2014 die Ära von Michael Sturminger – er folgte Barbara Bissmeier – als Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf. Nach neun Jahren dürfte das sommerliche Gastspiel des Starregisseurs (unter anderem „Jedermann“ in Salzburg) mit Michail Bulgakows „Molière“-Version zu Ende gehen. Denn die Gemeindeführung schreibt die Intendanz für die Jahre 2023 bis 2025 neu aus. Nicht, weil man irgendetwas gegen Michael Sturminger habe, sondern weil eben alles seine rechtliche Basis haben müsse, merkte Bürgermeisterin Andrea Kö, ÖVP, auf NÖN-Anfrage an.

Seit Montag ist die offizielle Ausschreibung publik. Gesucht wird eine „erfahrene Theaterpersönlichkeit“, die unter anderem folgende Aufgaben übernehmen soll: Leitung und Intendanz der Sommerspiele Perchtoldsdorf, Auswahl, Planung, Organisation und Durchführung der Festspielproduktionen mit Budgetverantwortung, Aufbau und Führung des künstlerischen Produktionsteams und des Künstlerensembles. Mindestgage (Richtwert): 20.000 Euro brutto pro Jahr.

Ob Sturminger in der festgesetzten Frist (bis 1. August, 12 Uhr) Bewerbungsunterlagen an Rechtsanwältin Ulrike Sehrschön richten wird, lässt er im NÖN-Gespräch „noch völlig offen. Nach derzeitigem Stand glaube ich eher nicht. Aber ich überlege noch“.

sommerspiele@eh.at

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