Alles wird neu zum 100-Jahr-Jubiläum des Vösendorf. Nächstes Jahr feiert der ASV Vösendorf sein erstes Jahrhundert. Spatenstich für Rundum-Erneuerung ist gesetzt.

Von Andrea Kreuter. Erstellt am 01. Dezember 2019 (04:24)
Beim Spatenstich mit dabei: Gerhard Smolik, Obmann Harry Zeller, Gerhard Gail, Bauleiter Mario Mazdarevic, Landtagsabgeordneter Hannes Weninger, Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, Christian Kudym und Vizebürgermeister Willi Santa.
Michael Landschau

Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ, betonte im Rahmen der Feier, dass ihr der Nachwuchs sehr am Herzen liege und sie Bereiche schaffen möchte, in denen man sich wohlfühlt und gerne Sport treibt. „Bis zum 100-jährigen Jubiläum des ASV Vösendorf im kommenden Jahr sollen der neue Kabinentrakt und das neue Vereinslokal stehen.“

Investitionsvolumen: 2,4 Millionen Euro. Der Beschluss in der Gemeinderatssitzung vom 5. November erfolgte mit Stimmenmehrheit der SPÖ und ihrem Koalitionspartner „Vösendorf 2000“. Die Grünen stimmten dagegen, zehn Gemeinderäte enthielten sich ihrer Stimme, sie gehören zur ÖVP-Fraktion und zur FPÖ.

Alexandra Wolfschütz von den Grünen erläutert hierzu: „Wir sind mit dem Neubau des Sportplatzes nicht glücklich. Erstens befindet sich dieser unmittelbar angrenzend an eine Altablagerung, zweitens wurde der Boden, wo nun gebaut werden soll, nicht ausreichend untersucht und drittens übersteigen die Kosten bereits jetzt den Voranschlag um eine halbe Million Euro. Eine Kalkulation, was das Gesamtprojekt kosten wird, wurde nie vorgenommen. Wir rechnen mit einem Vielfachen.“

Bis zum 100-jährigen Jubiläum des ASV Vösendorf im kommenden Jahr sollen der neue Kabinentrakt samt dem neuen Vereinslokal stehen“, Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ

Ähnliche Bedenken äußert ÖVP-Obmann Hannes Koza und betont „Solange wir kein grünes Licht vom Umweltbundesamt nach dessen genauen Untersuchungen haben, ist es weder wirtschaftlich noch sozial, noch moralisch vertretbar hier knapp drei Millionen Euro zu investieren.“

Demgegenüber legte Baureferent Christian Kudym, SPÖ, dar, dass das Grundstück, wo die Sportlerkabinen neu gebaut werden, frei von Altablagerungen ist, denn „seitens des Umweltbundesamtes wurde festgestellt, dass von der Hausmülldeponie nur die nördliche Hälfte der Liegenschaft betroffen ist, ein Teil des Tennisplatzes befindet sich darauf ebenso wie die BMX-Bahn. Nicht aber das Hauptfeld des Fußballplatzes und das Kabinengebäude“.

Altlasten „in diesem Bereich ausgeschlossen“

Das Ergebnis des Bodengutachtens habe ergeben, dass sich auf dem Teil, wo das Kabinengebäude errichtet wird, ein seit Jahrtausenden unberührter gewachsener Boden (Inzersdorfer Tegel) befindet. „Eine Altablagerung in diesem Bereich wurde ausgeschlossen“, erklärte Kudym.

Um die beiden Flächen klar voneinander abzugrenzen, wurde nun eine Grundstücksteilung auf dem Sportplatzgelände eingeleitet, die auf dem Flächenwidmungsplan auch ausgewiesen werden soll. Dieses Verfahren ist bereits im Laufen.