Aussichtsplattform im Juni fertig. Das Wahrzeichen und Ausflugsziel am Anninger, die „Kaiser Jubiläumswarte“, musste 2019 aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt werden, eine Sanierung war auch wegen der heute geltenden technischen Normen nicht möglich. Jetzt stehen der Abbruch und die Neuerrichtung sowie eine zu Erholungszwecken großzügige Gestaltung am Fuße der Warte unmittelbar bevor.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 22. Februar 2021 (08:53)
So wird sich die neue Jubiläumswarte präsentieren
Stahlbau Unger

Der „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ mit Sitz in Mödling hat alles Finanzielle und Planerische erledigt, dem Startschuss für den Neubau der Warte steht nichts mehr im Wege. Obmann Leopold Lindebner hat neben den "Anninger-Gemeinden" Gaaden, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Hinterbrühl, Mödling und Wiener Neudorf sowie Mäzen Professor Johann Graf nun auch mit der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus einen wichtigen Förderer gefunden.

Diesbezüglich war es, um Fördergelder der ecoplus ansprechen zu können, notwendig, auch ein Gesamtprojekt für das Ausflugs- und Erholungsgebiet „Anninger“ zu erarbeiten; Gastronomie, Wanderwege, Mountainbike-Strecken, Beschilderungen inklusive.

Die neue Warte selbst wird sich nach Prüfung mehrerer Varianten als schlanke und transparente Konstruktion verzinkter Stahlprofile aus vier Außenstreben und acht innenlaufenden Stiegenabschnitten mit Zwischenpotesten und komfortablen Stufenhöhen und -breiten präsentieren.

Das bestehende Betonfundament wird für die 20 Meter hohe Warte verstärkt. Der dort vorhandene Vorplatz erhält einen Fahnenmast mit Vereinsfahne, die Gedächtnisstätte wird restauriert und ein kleiner geschotterter Platz, etwa für Feldmessen, hergestellt. Das historische Zugangs-Portal der alten Warte wird übernommen und erhält einen neuen Platz im Bereich des Stiegenaufganges.

Zur Steigerung des Erholungswertes wird zudem ein „Kaiser-Platzl“ mit Tisch-Bank-Kombinationen und Liegen entstehen. Die fast eben verlaufende Verbindung zwischen Warte und Anningerhaus wird sich künftig als Flanierweg anbieten.

Die Vorarbeiten und die Baumaßnahmen selbst werden unter Rücksicht auf Wald, Natur und Wildtiere, insbesondere der Auflagen der Forst- und Naturschutzbehörde in einem kompakten Bauzeitraum in der ersten Jahreshälfte abgewickelt werden. Generalunternehmen ist die Firma "Unger Stahlbau" aus Oberwart als Best- und Billigstbieter.

Lindebner bedankte sich "bei den wesentlichen Partnern für die Umsetzung des Gesamtprojektes - die Bundesforste als Grundeigentümerin, die Bezirkshauptmannschaft Mödling als Forst- und Naturschutzbehörde, die Gemeinde Gaaden als Baubehörde, das Bundesdenkmalamt und die Gemeinde Mödling,  die uns ein neues dauerhaftes Zuhause in der Herzoggasse ermöglicht hat". Sein Lob galt auch dem Vorstand und dem Technikerteam des Vereines. "Der geleistete unermüdliche ehrenamtliche Einsatz ist Beweis für die Begeisterung und die Freude an der gemeinsamen Sache."

Der Eröffnungstermin der neuen „Kaiser-Jubiläums-Warte“ steht: Samstag, 26. Juni.