Bushaltestelle Wilhelmstraße: Kein Dach über Kopf. Dringlichkeitsantrag der Grünen bezüglich Verlegung abgelehnt. Wartende bleiben im Regen stehen.

Von Daniela Purer. Erstellt am 13. Oktober 2019 (05:30)
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Gabriele Gerbasits von den Grünen hält es für kein Problem, die Bushaltestelle um einige Meter zu verlegen.

Die Grünen- Gemeinderätinnen Gabriele Gerbasits und Patricia Lorenz haben in der vergangenen Gemeinderatssitzung einige Dringlichkeitsanträge eingebracht. Unter anderem ging es dabei auch um die Versetzung der Bushaltestelle Wilhelmstraße in Richtung Sulz und der Errichtung eines Wartehäuschens. „Die Bushaltestelle Wilhelmstraße wird vor allem von Kaltenleutgebnern frequentiert, die ihre Einkäufe im Supermarkt erledigen, in die Apotheke müssen oder unsere Tierärztin konsultieren“, berichtet Gerbasits im NÖN-Gespräch. „Durch die Enge der Fahrbahn, die geringe Breite des Gehsteiges und der Fenster des Hauses im Bereich der Haltestelle, ist das Aufstellen eines Wartehäuschens, das vor Niederschlag und Sonne schützt nicht möglich.“

Der Lösungsvorschlag der Grünen: Die Verlegung der Haltestelle um ungefähr fünf Meter vor die Adresse Hauptstraße 54. Hier wären Bauarbeiten vorgesehen, für Gerbasits ist das „eine einmalige Gelegenheit, die nötigen Maßnahmen unkompliziert umzusetzen.“ Der Gemeinderat stimmte jedoch gegen diesen Dringlichkeitsantrag.

Für Bernadette Schöny, ÖVP, sei der Antrag „nicht dringlich gewesen“ und daher habe man sich die genauen Details nicht angesehen. „Die Grünen bringen ständig wegen Bagatellen Dringlichkeitsanträge ein. Dabei hätten sie die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Gemeinderäten normale Anträge einzubringen oder den Antrag auf die Tagesordnung der Ausschüsse setzen zu lassen.“

Wolfgang Kastenhofer, FPÖ, hält diesen Dringlichkeitsantrag für eine Wahlkampf-Aktion und sieht in der Bushaltestelle auch keine dringliche Maßnahme.

Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, erklärt: „Leider kann man eine Bushaltestelle mit einem Beschluss nicht einfach versetzen. Man benötigt einen Verkehrssachverständigen und dann muss das Versetzen vom Linienbetreiber, das ist die Stadt Wien, genehmigt werden.“