Ein Schuss ist gefallen. Wegen einer „Person mit Schussverletzung“ rasten Polizeistreifen nach Kaltenleutgeben.

Von Redaktion Online. Erstellt am 09. April 2018 (17:55)
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Symbolbild

Am Einsatzort warteten Mutter und Tochter bereits. Die ältere Frau hatte eine Verletzung am linken Knie und wurde von den Beamten erstversorgt.

Bei der Erstbefragung konnte sie allerdings keinen genauen Hergang über die Schussverletzung angeben. Sie habe auf der  Wohnzimmerbank eine Waffe gereinigt,  dabei habe sich ein Schuss gelöst. Die Schusswaffe gehöre ihrem Gatten, sie selbst verfügt über kein waffenrechtliches Dokument.

Frau landete verletzt im Krankenhaus

Die Beamten nahmen Blutspuren im Wohnzimmer Blutspuren wahr, die ersten Erhebungen wurden in weiterer Folge vom Landeskriminalamt NÖ übernommen.

Die Frau wurde stationär im Landesklinikum Baden aufgenommen, eine Untersuchung ergab eine erhebliche Beeinträchtigung durch Alkohol.

Am Abend traf der Gatte im Haus ein. Lediglich er habe Zugriff zum Schlüssel für den Wandtresor, wo die Waffe aufbewahrt werden, merkte er an.  Allerdings: die Beamten des LKA fanden die Pistole unter mehreren Decken auf der Wohnzimmerbank liegend, der Wandtresor im Schlafzimmer war versperrt.

Nach mehrmaliger Befragung erinnerte sich der Mann, dass es einen zweiten Schlüssel gegeben habe, den er aber vor Jahren verloren habe. Es sei also nicht auszuschließen, dass seine Frau im Besitz des Schlüssels sei.

Drohungen gegen Ehemann

Im Zuge weiterer Erhebungen stand einwandfrei fest, dass die Frau geschossen hat. Und sie drohte mehrmals, ihren Mann umbringen zu wollen. Gegen die Frau und den Mann wurden Waffenverbote ausgesprochen und sämtliche Waffen, waffenrechtliche Dokumente und Munition sichergestellt.

Weiters wurde ein Betretungsverbot gegen die Frau verfügt,  sie befindet sich gegenwärtig noch in stationärer Behandlung.