Für Notfall gerüstet: Gratis Taschenalarme. Aufgrund eines Überfalles Anfang Februar hat der gesamte Gemeinderat die Verteilung von 200 Geräten beschlossen.

Von Daniela Purer. Erstellt am 01. April 2017 (02:06)
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Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, steht hinter der Initiative.

Nach einem Angriff auf eine Bürgerin Anfang Februar, haben sich alle im Gemeinderat vertretenen Parteien dafür ausgesprochen, 200 Taschenalarme gratis an die Bevölkerung zu verteilen.

Der unbekannte Angreifer überfiel eine Frau auf dem Nachhauseweg, stieß diese nieder und belästigte sie sexuell. Die Frau erlitt Verletzungen und musste im Spital behandelt werden. Initiiert wurde das Projekt von Sicherheitsbürger Martin Wild.

Seine Vorschläge: Der Ankauf wird zur Gänze von der Gemeinde finanziert, die Taschenalarme werden in der Trafik sowie am Gemeindeamt verteilt, eine Spendebox wird der Vergabe beigestellt und jeder erhält einen Taschenalarm gegen eine freiwillige Spende. Die so eingenommene Summe wird einem sozialen Zweck oder einem weiteren Sicherheitsprojekt in Kaltenleutgeben zu Gute kommen.

"Sicherheitsgefühl der Bürger und Bürgerinnen zu erhöhen"

Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, unterstützt die Aktion: „Es geht uns vor allem darum, aus gegebenem Anlass das Sicherheitsgefühl der Bürger und Bürgerinnen zu erhöhen.“

Vizebürgermeister Hannes Stiehl, FPÖ, gibt Tipps für den Umgang mit den Alarmen: „Taschenalarme nützen nur, wenn sie auch gehört oder wahrgenommen werden. Wir müssen in Kaltenleutgeben solidarisch sein und aufeinander achten.“

Wenn ein Taschenalarm ertönt, bittet Stiehl darum, Nachschau zu halten. „Bei Bedarf die Polizei verständigen. Im äußersten Notfall, mit Weitblick auf die Verhältnismäßigkeit und Eigensicherung, auch selbst helfen oder Hilfe anfordern.“