Musical-Karriere führt bis Finnland. Ein Kaltenleutgebner hat als erster Österreicher die „Stage School Hamburg“ mit Auszeichnung absolviert.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 02. Februar 2018 (03:23)
Steven Armin Novak (2.v.r). Auf der Bühne fühlt sich der Musical-Newcomer wohl: „Die Bühne ist mein wahres Zuhause.“
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Vor acht Jahren stellte sich ein Duo aus dem Gymnasium Perchtoldsdorf in der Raiffeisen-Bankstelle Mödling dem Casting für „Die NÖN sucht das größte Talent“: Edina Turcsanyi und Steven Armin Novak aus Kaltenleutgeben. Nach dem „We are the world“ fällte „Talent“-Mastermind Andy Marek eine ungewöhnliche Entscheidung: „Steven hat eine Super-Stimme. Edina braucht noch.“ Fazit: Steven stieg als Solist in die nächste Runde auf.

Marek hatte einmal mehr den richtigen Riecher behalten. Denn Steven wurde erster österreichische Vollstipendiat an der renommierten „Stage School Hamburg“. Mittlerweile hat er die Ausbildung mit Auszeichnung absolviert und ist dort, wo er immer sein wollte: „Auf der Bühne, meinem wahren Zuhause“.

Unter anderem war er im Stadttheater Wiener Neustadt als Hauptmann Korossoff in der Operette „Polnische Hochzeit“ von Joseph Beer, im Stadttheater Klagenfurt als „Roy / Cover Gregory Gardener“ in „A Chorus Line“, in der konzertanten Fassung von „Jesus Christ Superstar“ in Hamburg, als „Big Deal“ in der „West Side Story“ am Staatstheater Schwerin zu sehen. Zuletzt tourte er mit dem Kultmusical „Grease“ durch Deutschland.

Aktuell ist Novak am Landestheater Innsbruck engagiert. Ebenfalls in der „West Side Story“, allerdings als „Action“.

Engagement in Finnland als nächster Höhepunkt

Das Erfolgsmusical „Mamma Mia“ führt Steven ab März zu seinem bislang ungewöhnlichsten Gastspiel – zur finnischen Produktion nach Helsinki - Premiere ist am 4. Mai 2018. Eine Kollegin habe ihn in seinem Namen zur Audition angemeldet: „Ich bin der Richtige für die Rolle, sie suchen noch jemanden, der nicht typisch finnisch aussieht, aber die Sprache spricht“, erinnert sich Novak an die Worte der Kollegin. „Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich zu bewerben, hätte mich das nie getraut.“

Angst vor der „finnischen“ Herausforderung hat er nicht: „Ich war in meiner Schulzeit sechs Monate Austauschschüler in Finnland und hab die Sprache ganz gut erlernt.“

Mit dem bisherigen Verlauf seiner noch jungen Karriere ist Steven Armin Novak „momentan sehr zufrieden“. Natürlich seien Fixverträge auf den großen Bühnen das Ziel. „Das hat aber noch Zeit.“

Edina und Steven sind bis heute noch sehr enge Freunde. Sie hat beruflich einen ganz anderen Weg eingeschlagen – als Dolmetscherin.

www.steven-armin-novak.at