Schwieriger Start für neue Ortschefin. Bernadette Schöny (27) muss vorgesehene Projekt corona-bedingt etwas hintanstellen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 17. Mai 2020 (05:34)
Bürgermeisterin Bernadette Schöny, ÖVP.
Dworak

Den Start in ihre neue Aufgabe als Bürgermeisterin hat sich Bernadette Schöny (27), ÖVP, anders vorgestellt. Kaum angelobt, brach die Corona-Krise über die Welt herein. Viel Raum und Zeit für Vorstellungsrunden und Diskussionen sei vorerst nicht geblieben. Priorität hatten „die Information und der Schutz der Bevölkerung“, merkte die jüngst Ortschefin Österreichs im NÖN-Gespräch an.

Dank der Koalition mit den Grünen (Gabriele Gerbasits ist Vizebürgermeisterin) wurde die jahrzehntelange Regentschaft der SPÖ gebrochen, jetzt wolle man so rasch als möglich das Programm abarbeiten. Und dabei Ideen, „an die jeder denkt und nie jemand umgesetzt hat“, in Projekte verwandeln.

Unter anderem geht es um die Errichtung einer Hundezone. Was Größe und Ausstattung betreffe, wolle man auf „die Wünsche aus der Bevölkerung eingehen“, betonte Schöny. „Natürlich muss alles finanziell machbar sein.“

Die größten Brocken stellen die Renovierung des Turnsaales und die Erweiterung der Volksschule dar: „Wir wollen die Planung heuer in Auftrag geben.“ Der Zeitpunkt der Umsetzung richte sich nach den budgetären Möglichkeiten.

Und Schöny will altbekannten Forderungen nunmehr bürgermeisterlichen Nachdruck verleihen. „Die 30er-Zone bei der Waldmühle sind durchaus gerechtfertigt – aber nicht in dieser Länge.“ Da will Schöny mit Wien-Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof, SPÖ, ins Gespräch kommen.

Ebenso wäre es „eine große Aufwertung für unsere Gemeinde, wenn die Industrieruine endlich abgerissen wird“. Die bauliche Erinnerung an die Zementwerk (Perlmooser-Lafarge)-Ära sei vielen ein Dorn im Auge.

Ein Versprechen macht Schöny bereits wahr. Sie wird sich verstärkt auf ihre Bürgermeisterfunktion konzentrieren und nicht mehr Landesgeschäftsführerin der Jungen Volkspartei NÖ sein. Diese Aufgabe übergibt Schöny an Melanie Schneider aus Payerbach.