"Sittenwächter" am Karfreitag vor Gericht. Der sogenannte "Sittenwächter" von Kaltenleutgeben (Bezirk Mödling) muss sich am kommenden Freitag wegen Nötigung und versuchter Körperverletzung am Wiener Landesgericht verantworten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. März 2018 (13:07)
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Der gebürtige Tschetschene - er verfügt über einen positiven Asylbescheid - soll am 15. Juni 2017 eine oben ohne badende Frau mit Vergewaltigung bedroht haben, sollte sie sich nicht mit einem T-Shirt bekleiden.

Den Begleiter der Frau wollte der 24-Jährige laut Strafantrag mit einen Tritt über eine 2,5 Meter hohe Böschung befördern. Der Mann konnte allerdings ausweichen. Unterstützt wurde der Angeklagte von zwei Tschetschenen und einem Afghanen - allesamt ebenfalls asylberechtigt -, die das Paar an einem Badesee umringt hatten. Den drei war kein strafbares Verhalten nachzuweisen, gegen sie wurde daher das Verfahren eingestellt.

Ein weiterer Anklagepunkt bezieht sich auf einen Ladendetektiv, der am 9. November 2017 eine junge Muslima beschimpft und angegriffen haben soll. Vier Tage später soll der Angeklagte einen Mann, der den Vorfall mitbekommen haben dürfte, zur Nennung des Namens des Detektivs gedrängt haben. Inkriminiert ist die Äußerung "Komm Bruder, gib uns den Namen. Sag uns wer das war, sonst lebst du morgen nicht mehr." Der solcherart Bedrohte ließ sich nicht einschüchtern. Er erteilte keine Auskunft.