Unechter Grundbuchauszug: „Betrug“ aufgedeckt. Den Grünen wurde ein Auszug vorgelegt, wonach am Ende der Bachgasse ein Veräußerungsverbot besteht.

Von Daniela Purer. Erstellt am 13. Juli 2017 (04:33)
APA (Webpic)
Symbolbild

Bei einem der „Grünen Stammtische“ im Frühjahr informierte ein Kaltenleutgebner die Anwesenden, dass er sich Einsicht ins Grundbuch verschafft habe und bei zwei Grundstücksanteilen am Ende der Bachgasse ein Veräußerungsverbot zugunsten der Genossenschaft „Wien Süd“ eingetragen sei. Einen entsprechenden Grundbuchauszug konnte er nicht vorlegen.

Nach mehrmaliger Rückfrage hat Gemeinderätin Gabriele Gerbasits ein Bildschirmfoto eines elektronischen Auszugs und einige Tage später eine Papierkopie aus dem Grundbuch erhalten. Aus dieser Kopie war ein Belastungs- und Veräußerungsverbot zugunsten der „Wien Süd“ ersichtlich. Diese Information wurde von den Grünen in ihrem Infobrief vom Mai veröffentlicht.

Verdacht der Urkundenfälschung

Am letzten Stammtisch nahm der „Anzeiger“ wieder teil und legte diesmal den Auszug aus dem Hauptbuch vom 21. März mit dem Eintrag des Veräußerungsverbots zugunsten der Genossenschaft „Wien Süd“ vor. Vor Ort wurden Kopien erstellt und weitergegeben.

Im Juli wurde von der Gemeindeverwaltung der Grundbuchauszug überprüft und festgestellt, dass es sich hierbei nur um eine Fälschung handeln kann und kein Veräußerungsverbot zugunsten der Genossenschaft „Wien Süd“ besteht. Der Rechtsabteilung von „Wien Süd“ ist der Betrugsfall nicht bekannt. Man besitze gar kein Grundstück in der Bachgasse.

Die betreffende Person wurde von der Gemeinde wegen des Verdachts der Urkundenfälschung angezeigt.