Erstellt am 13. Juni 2018, 02:51

von Christoph Dworak

Der Konflikt darf nicht ausarten. Christoph Dworak über das Aus für die Asylunterkunft in St. Gabriel.

Als zuständiger Landesrat hat Gottfried Waldhäusl, FPÖ, nach den Vorfällen in der Betreuungsstätte St. Gabriel ein Machtwort gesprochen. Alle Personen werden verlegt. Sowohl die „Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ als auch die, die zum psychisch schwer kranken, traumatisierten Klientel zählen.

Für die Bevölkerung vom Sicherheitsaspekt her ein positives Zeichen. Für das Caritas-Team, das sich in Maria Enzersdorf seit Jahren um die Flüchtlinge kümmert, ein negatives.

Denn der indirekte Vorwurf, man hätte in der Betreuung versagt, dringt immer lauter durch. Jetzt legt ein blauer Politiker sogar nach, dass in St. Gabriel Geldverschwendung um sich gegriffen habe.

Fakt ist, dass der Problemfall St. Gabriel seit Jahren bekannt war, selbst EU-Kommissarin Věra Jourová hat sich ein Bild vor Ort gemacht.

Ebenso Fakt ist, dass dem Betreuerteam nicht den „Schwarzen Peter“ umgehängt werden darf. Vielmehr ist es höchst an der Zeit, gemeinsam zielführende Lösungen für alle Seiten zu finden.