Ein undankbares Geschäft. Über das Abschneiden von Michael Weiss bei der Ironman-WM.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 16. Oktober 2019 (02:25)

Berechtigte Hoffnungen: die gibt es beim Ironman eigentlich nicht. Aktuelles Beispiel: Der Gumpoldskirchner Michael Weiss. Der 38-Jährige lieferte letztes Jahr eine Bombensaison ab, mit dem 10. Platz bei der WM als Krönung.

Mit den Top-Ergebnissen im Rücken, einer guten Vorbereitung sowie mehr „Frische“ aufgrund von weniger Wettkämpfen als im Vorjahr, fühlte sich Weiss heuer bereit für den nächsten Schritt. Am Ende wurde es Platz 13 – ein Top-Ergebnis, aber eben doch weniger, als sich Weiss erhofft hatte. Magenkrämpfe machten dem Profi unter anderem einen Strich durch die Rechnung. Weiss hat – nicht zum ersten Mal – die harten Seiten des Ironman kennengelernt. Egal, wie gut die Vorbereitung auch ist, wie viele Siege man davor eingefahren hat: am Wettkampftag kann alles anders sein. Auf über 225 Kilometern Rennstrecke bei etwa acht Stunden Rennzeit kann eben viel passieren, hinzu kommt der unberechenbare Faktor „Natur“.

Am Ende bleibt ein „Horror-Trip“ ohne Preisgeld (das nur die ersten zehn bei der WM bekommen Anm.). Es ist ein undankbares Geschäft, in dem Weiss schon lange dabei ist – und dem er auch noch einige Zeit treu bleiben will. Wissend, dass das Pendel schon nächstes Jahr wieder zu seinen Gunsten ausschlagen könnte.