Erstellt am 09. Januar 2019, 02:47

von Christoph Dworak

Entscheidung muss her. Christoph Dworak über Für und Wider der Hühnerhaltung.

Keine Frage: Kräht der Hahn früh am Morgen, ist das für gute nachbarschaftliche Beziehungen auf Dauer gesehen keine Voraussetzung. Schon gar nicht in dicht besiedelten Gebieten.

Wenn der Tierhalter aber einlenkt, dem Federvieh einen nächtlichen Unterschlupf vorbereitet und daher morgendliche Aufreger so gut wie dauerhaft vermeidet, ist von einem guten Kompromiss zu sprechen.

Dass jetzt – wie am Beispiel des Perchtoldsdorfer Hühner-Wirbels – auch noch die Baubehörde nachhakt und auf die Bewilligung des „Schlupfkellers“ innerhalb des Wohnhauses pocht, ist für den Laien nicht nachvollziehbar.

Es ist höchst an der Zeit, dass es eine gerichtliche Entscheidung für ganz Österreich gibt, wo tatsächlich Hühnerhaltung erlaubt ist. Die würde vor allem jahrelange Streitereien ersparen, die für die Betroffenen in jeder Hinsicht kräfteraubend sind. Nachbarn sollten sich ins Auge schauen können – und nicht nur vor Gericht kommunizieren.