Das Derby als Fingerzeig. Über die Aufschlüsse des Derbys Brunn gegen Vösendorf

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 28. Oktober 2020 (01:45)

Brunn ging als leichter Favorit ins Derby gegen Vösendorf. Dass die Schiener-Elf den Lokalrivalen dann vorführt, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Mario Juric und Simon Wieland drehten bei ihren Treffern jeweils mit Fingerzeig ab. Ob dieser den Top-Teams der Liga galt? Wohl kaum, zu weit war Brunn in den bisherigen Duellen mit den potenziellen Titelanwärtern entfernt: drei Spiele, 1:10-Tore, null Punkte. Doch Brunn bewies im Derby, dass es auf alle Fälle in die obere Tabellenhälfte gehört. Ohne Verstärkungen im vergangenen Sommer arbeiteten sich die Brunner aus der Abstiegszone wieder ins gesicherte Mittelfeld.

Dort wollte auch Vösendorf nach dem Umbruch mit neuem Vorstand und vielen neuen Spielern landen. Davon ist der ASV aber ein Stück entfernt. Der Auftritt gegen Brunn war nicht 2. Landesliga-reif. Zu viele individuelle Fehler bedeuten zu viele Gegentore. Dieses Problem ad hoc zu lösen, wird nahezu unmöglich. Auch wenn die Leistung gegen Brunn erschreckte, muss der ASV nicht den Teufel an die Wand malen. Ein Platz im hinteren Mittelfeld ist bis zur Winterpause drinnen, dann hätte der ASV vorerst nichts mit dem Abstieg zu tun. Was aber schon schmerzt, ist der Fingerzeig, dass Brunn aktuell die eindeutige Nummer eins des Bezirks im Amateurfußball ist.