Ein bittersüßer Derby-Auftakt. Über die Moralinjektion nach dem Derby.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 19. Februar 2020 (01:35)

Es wurde auf und neben dem Trainingsplatz hart geschuftet. In zahlreichen Trainings wurde der Mannschaft die Spielidee eingeimpft. Das Team nahm sich vor, zum Frühjahresauftakt alles abzurufen – jeder brannte auf den Start. Und dann kam die Ernüchterung.

Trotz einer guten ersten Hälfte lag die Admira mit 0:2 zurück. Die Südstädter mussten im NÖ-Derby leidvoll daran erinnert werden, dass nicht immer die aktivere Mannschaft belohnt wird. Dass die Admira aber mehr als nur intakt ist, spiegelte sich in der darauffolgenden Aufholjagd wider. Denn in den letzten 20 Minuten noch zwei Treffer zu erzielen, um zumindest einen Punkt zu retten ist eine mentale Herkulesaufgabe. Kein Wunder also, dass die Admira trotz des Unentschiedens am Ende doch irgendwie wie der Sieger da stand.

Vor den kommenden drei Duellen gegen Sturm, Altach und Tirol könnte die damit gewonnene Moralinjektion nicht besser sein. Denn aus den drei restlichen Spielen im Grunddurchgang müssen sechs Punkte das Ziel sein. Mit dem Duell gegen Sturm als „Bonusspiel“. Dass die Grazer aber noch nicht in Form sind, bewies Mattersburg mit einem 2:1-Auswärtserfolg.

Mit dem Glücksgefühl im Rücken ist der Admira gegen einen angeschlagenen Gegner durchaus etwas zuzutrauen.