Einfach auf den Wegen bleiben. Über die Unsitte des Querfeldeingehens.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 03. Juni 2020 (03:45)

Die Meiereiwiese, beliebtes Ausflugsziel in Mödling, wird in Zukunft nicht mehr zu betreten sein. Schafe werden hier weiden, ein Elektroweidezaun ihr Revier begrenzen. Die Stadt hat die Notbremse gezogen, vor allem jene Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaft ihrer vierbeinigen Lieblinge nicht weggeräumt haben, sorgten für Unmut beim Pächter. Denn Hundekot macht die Verwertung des Heus als hochwertiges Tierfutter unmöglich.

Es fragt sich, ob diese Maßnahme als letztes Mittel nicht umgangen hätte werden können, wenn Erholungssuchende einen einfachen Rat beherzigen würden: einfach auf den Wegen bleiben. Man muss nicht quer durch eine Wiese oder einen Acker, wie es neuerdings Landwirte berichten, trampeln. Das zeugt nicht von Pioniergeist, sondern nur von Gedankenlosigkeit. Denn jede Wiese, jeder Wald und jedes Feld hat in Österreich einen Grundeigentümer. Sonst wird die Meiereiwiese nicht die einzige Wiese bleiben, die eingezäunt wird.