Jetzt müssen die Taten folgen. Über Vösendorfs neuen Vorstand und die sportliche Planung.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 03. Juni 2020 (02:13)

Dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben, gleichzeitig sportlich erfolgreich sein – das sind Ziele eigentlich aller Vereine. Auch die neue Vösendorfer Führungsriege mit Erich Petross und Sportchef Christian Zerzan wollen sich dieses Etikett verpassen.

Die Basis, die der alte Vorstand hinterließ, ist eine durchaus gute. Nachwuchsmannschaften in neun Altersklassen. Eine Kampfmannschaft mit regionalem Charakter. Einzig mit dem sportlichen Erfolg klappte es in der Abbruchsaison noch nicht so ganz – Vösendorf hätte im Abstiegskampf einen schweren Stand gehabt.

Jetzt stehen aber die Planungen für die nächste Saison in der 2. Landesliga an. Der Trainer wird noch diese Woche offiziell feststehen. Dann muss das Motto lauten: möglichst viele Leute an Bord halten. Ein Kahlschlag im Kader wäre der erste große Rückschlag.

Freilich: Christian Zerzan ist in der Szene ein klangvoller Name. Er wird dem einen oder anderen Spieler die Adresse Vösendorf sicher schmackhaft machen können. Aber: Abgänge wären wohl ein Rückschlag für die Philosophie des jungen Wegs mit Eigengewächsen.

Klar kann und soll man bei einer Kaderplanung nicht völlig Schwarz/Weiß-Denken, aber diese Philosophie sollte unterm Strich über der Tabellenplatzierung stehen. Nicht umsonst hieß es von Zerzan bereits: „Geredet wird oft so, wir wollen wirklich tun.“ Heißt dann auch: Kein Übermut wenn‘s gut rennt. Keine Panik wenn’s gegen den Abstieg geht. Sprich: Nach Wochen der Ankündigungen müssen den Worten jetzt und in Zukunft auch die Taten folgen.