Jetzt zählen die Taten. Über die neue Situation in Vösendorf.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:33)

Die Zeiten ändern sich. Ab sofort auch in Vösendorf, wo die SPÖ nach Kaltenleutgeben eine weitere ehemalige Hochburg an eine schwarz-grüne Koalition verliert.

Vor 20 Jahren noch undenkbar. 14 „rote“ Mandate (bei 23 zu vergebenden), die ÖVP dümpelte mit zwei Gemeinderäten dahin, Grüne waren noch nicht präsent. Selbst vor zehn Jahren ging sich für die Vösendorfer SPÖ noch locker die Absolute aus (14 bei insgesamt 25 Mandaten). Die ÖVP war zu diesem Zeitpunkt mit fünf Mandaten nach wie vor eine unbedeutende Polit-Nummer in der Marktgemeinde.

Seit 26. Jänner ist alles anders. Die ÖVP explodierte förmlich von 7 auf 12 Mandate (das Sechsfache des Ergebnisses anno 2000), zog mit der SPÖ gleich – und will es nun gemeinsam mit den Grünen wissen. Hannes Koza ist am Ziel seiner (Polit-)Träume. Jetzt wird er als Bürgermeister nicht nur an seinen Worten, sondern vor allem an seinen Taten gemessen werden.